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Google startet Facetime-Konkurrenzdienst

von WIRED Staff
Mit Duo will Google Apples Videochatfunktion ernsthafte Konkurrenz machen. Die neue App ist für iOS und Android erhältlich und ist neben Allo eine von zwei neuen Messaging-Funktionen, die der Konzern bereits im Mai angekündigt hatte. Dafür soll Google Hangouts künftig mehr auf Business-Nutzung spezialisiert werden.

Das jetzt auf dem offiziellen Blog vorgestellte Google Duo ist eine extrem simple App: Die einzige Funktion ist die eines Live-Videogesprächs zwischen zwei Teilnehmern mit der Option, Front- oder Rückkamera des Smartphones zu verwenden. Damit möchte es der Konzern Einsteigern erleichtern, den Dienst zu nutzen — und diese so von Apples Facetime oder den Messengern wie Facebook, WhatsApp oder Snapchat weglocken.

Die einfache Bedienbarkeit von Duo steht im Gegensatz zur Komplexität von Hangouts. Wie Google VP of Communication Products Nick Fox gegenüber Engadget sagte, habe der Konzern bei Hangouts versucht, möglichst viele Funktionen innerhalb einer einzigen App unterzubringen. Das Resultat waren allerdings verschreckte Nutzer, die sich nicht sicher sein konnten, mit wem Sie gerade überhaupt einen Video-Call starten konnten und mit wem nicht — zwischen Desktop-Rechnern und Smartphones wurde bei eingeloggten Kontakten schließlich nicht unterschieden.

Google Hangouts soll in Zukunft mehr als Dienst für Unternehmen positioniert werden. Im Gegensatz zu Duo verfügt es schließlich über die Fähigkeit zur Konferenzschaltung mit mehreren Teilnehmern. Gleichzeitig will Google auch hier Funktionen verschlanken: Schon Mitte September soll etwa die Live-Streaming-Funktion Hangouts on Air abgeschaltet werden, berichtet unter anderem The Verge. Die Möglichkeit, Videoinhalte per Stream zu verbreiten, bietet schließlich auch YouTube an, eine andere Google-Tochter.

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Googles Ausbreitung in den Messenger-Bereich soll dazu dienen, Videotelefonie und Chat-Programme auf Android-Geräten ebenso zu vereinheitlichen, wie es auf Apples iPhones bereits der Fall ist. Ob diese Strategie aufgeht, muss sich erst zeigen — bisher blickt das Unternehmen in diesem Bereich auf eine eher durchwachsene Erfolgsgeschichte zurück. 

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