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Doch kein Autopilot zum Aufrüsten

WIRED Staff 31.10.2016

Als der bekannte Hacker George Hotz alias GeoHot sein preisgünstiges DIY-Kit für autonomes Fahren ankündigte, horchte die gesamte Branche auf. Nun gab er über Twitter bekannt, dass Comma One, so der Name des Projekts, eingestellt wurde. Grund dafür ist eine Auseinandersetzung zwischen Hotz und der US-Straßenverkehrsbehörde NHTSA.

Bereits im September hatte WIRED über Hotz' ehrgeiziges Projekt berichtet: Mit einem simplen Nachrüstsatz für 999 Dollar wollte der Hacker herkömmliche Autos in teilautonome Fahrzeuge verwandeln, die den deutlich teureren Tesla-Pendants in nichts nachstehen sollten. Doch das Projekt ist jetzt an einem Brief der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) gescheitert. Darin fordert die Behörde Hotz unter anderem dazu auf, eine Reihe von Sicherheitsfragen zu beantworten.

Über den Twitter-Account des Comma-One-Projekts beschwerte sich Hotz über die Wortwahl der Behörde: „Habe das hier heute in der Post gehabt. Es ist das erste Mal, dass ich etwas von denen höre, und sie fangen gleich mit einer Drohung an. Nicht einmal der Versuch eines Dialogs.“ Dazu postete er den Link zum Brief gleich mit. Eine Passage ist darin hervorgehoben: „Wir sind besorgt, dass Ihr Produkt die Sicherheit unserer Kunden und anderer Verkehrsteilnehmer gefährden könnte. Wir empfehlen Ihnen dringend, den Vertrieb sowie den Einsatz Ihres Produkts auf öffentlichen Straßen zu verschieben, bis die Sicherheit eindeutig belegt werden kann.“

Eigentlich handelt es sich bei dem Brief und der Aufforderung zur Beantwortung der Sicherheitsfragen um eine Standard-Anfrage. Der Hacker scheint diese jedoch als persönlichen Angriff auf ihn und sein Projekt zu verstehen. Hotz gilt allerdings als hitzköpfig — ob er sein Projekt wirklich ganz und gar einstellen wird, ist daher fraglich.

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