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Facebook, Mozilla und Co. investieren in den Kampf gegen Fake News

WIRED Staff 03.04.2017

Facebook, Mozilla, die City University of New York (CUNY) und einige weitere Unternehmen, Verbände und gemeinnützige Organisationen haben sich zusammengeschlossen, um einen 14 Millionen US-Dollar schweren Fonds für die Weiterentwicklung der Nachrichtenkompetenz ins Leben zu rufen. Es ist eine Kampfansage an Fake News.

Wie unter anderem die Financial Times berichtet, fließt das Geld der Tech-Branchenführer in die News Integrity Initiative (NII) von Jeff Jarvis und damit auch in Studien rund um das Thema Fake-News. Zu dem internationalen Konsortium gehören auch zwei deutsche Institute: das Hans-Bredow-Institut in Hamburg und die Hamburg Media School. Das langfristige Ziel der NII ist die Entschlüsselung der momentan verstärkt aufkeimenden Fake News, die auch bei der im September stattfindenden Bundestagswahl ein bestimmendes Thema sein dürften.

Im Speziellen geht es um bewusst gestreute Falschmeldungen, die zu Desinformations- beziehungsweise Propagandazwecken gestreut werden. Im vergangenen Jahr wurden derartige Nachrichten in besonderem Maße eingesetzt, um den Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA zu beeinflussen. Wie WIRED im Januar berichtete, hat Facebook bereits ein eigenes Projekt gegen Fake News ins Leben gerufen.

Um Fake News verhindern zu können, muss man dieses Phänomen zunächst einmal richtig verstehen. Und gerade bei den Informationsmengen in Sozialen Netzwerken ist das nicht immer einfach. Der Leiter der Initiative, Jeff Jarvis, sagte dazu: „Es ist schwer, auf Google, Facebook und Twitter zu erkennen, woher eine Nachricht kommt und ob wir dem Absender trauen können. Die Nutzer, aber auch die Unternehmen selbst, brauchen darüber mehr und bessere Informationen. Dafür wollen wir unseren Beitrag leisten.“ Bleibt abzuwarten, welche Erkenntnisse NII liefern kann.

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