/Business

Facebook denkt über eine kostenpflichtige Version nach

WIRED Staff 07.05.2018 Lesezeit 2 Min

Offenbar loten die Macher des Sozialen Netzwerks derzeit aus, inwieweit eine kostenpflichtige Version für seine Nutzer interessant ist. Als Auslöser für den Gedanken war offenbar der Cambridge-Analytica-Skandal.

Während seiner Anhörung vor dem amerikanischen Kongress sagte Facebook-CEO Mark Zuckerberg: „Es wird immer eine kostenlose Version von Facebook geben.“ Dies war das erste Mal, dass Facebook sich öffentlich dazu äußerte, ob es eine bezahlte Version des sozialen Mediums geben könnte Dies wurde nun auch von Facebooks Geschäftsführerin Sherly Sandberg bestätigt. In einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Quartalszahlen sagte sie, dass Facebook über ein Abo-Modell nachgedacht habe — und generell alle Möglichkeiten in Erwägung ziehe.

Aktuell verdient Facebook nur indirekt an seinen Nutzern, nämlich durch die Schaltung von Werbeanzeigen. Der Umsatz des Unternehmens lag laut dem letzten Quartalsbericht bei mehr als zehn Milliarden Euro. Sandberg betonte im Telefonat, dass Anzeigen auf „natürliche Weise“ zum Geschäft passen würden und auch hier noch Steigerungsmöglichkeiten bestünden. Facebook spielt den Nutzern basierend auf ihren Interessen und Aktivitäten passende Werbeanzeigen aus.

Ob es tatsächlich eine kostenpflichtige Version von Facebook geben wird – und wie diese aussehen könnte – steht derzeit noch nicht fest. Werbefrei und kostenlos hingegen soll ein neues Feature von Facebook namens FaceDate sein. Hinter diesem Namen steckt ein auf der Entwicklerkonferenz F8 vorgestelltes Dating-Feature.

Nutzer legen sich dazu ein separates Profil an, das nur für potentielle Dating-Partner sichtbar ist, die nicht im eigenen Freundeskreis sind. FaceDate soll demnächst mit ersten Tests starten. Im Gegensatz zu Facebook wird hier allerdings weder Werbung angezeigt, noch werden Daten von Nutzern aufgezeichnet, die für die Einblendung personalisierter Werbung genutzt werden.