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Elon Musks Wette um das australische Stromnetz

Cindy Michel 10.03.2017

Blackouts und hohe Stromkosten: Südaustralien hat ein Problem mit seiner Energieversorgung. Elon Musk will in nur 100 Tagen eine Lösung bieten: Sollte er das nicht schaffen, verspricht der Unternehmer, ist seine Arbeit für die Australier kostenlos.   

Immer wieder kam es in den vergangenen sechs Monaten zu Stromausfällen im Süden Australiens. Erst im Februar gingen während einer extremen Hitzewelle die Lichter im Südosten des Landes aus. Mittlerweile diskutiert die ganze Nation über die Mängel der Energieversorgung. Die Regierung selbst fand schnell einen Schuldigen: Die Misere komme von der der Schließung lokaler Kohlekraftwerke. Deren Ersatz-Lieferanten, Windräder, seien schlicht nicht verlässlich genug.

Nicht alle sehen das so und so meldete sich auch Lyndon Rive, CEO von Teslas SolarCity, zu Wort. Gegenüber der Australian Financial Review sagte er: Sein Unternehmen könne Speichersysteme mit einer Gesamtkapazität von 100 bis 300 Megawattstunden an die Australier liefern. So könne er jene Energieengpässe verhindern, die in Wahrheit Schuld an hohen Strompreisen und Ausfällen seien.

Rive behauptete weiter, die Akkus in nur 100 Tagen liefern zu können, weil der Ausbau von Teslas neuer Gigafabrik in der Wüste von Nevada so gut voran käme. „Wir haben jetzt nicht direkt Batterien mit einer Kapazität von 300 Megawattstunden irgendwo rumliegen, die bereit für den Transport sind“, so Rive, „aber ich werde sicherstellen, dass sie da sein werden.“

Ein anderer Australier, Mike Cannon-Brookes vom Silicon Valley Startup Atlassian, glaubte erst einmal kein Wort und fragte via Twitter ungläubig bei Elon Musk nach, ob dieses Angebot ernst gemeint sei. Falls ja, würde Cannon-Brookes sich um die Finanzierung kümmern.

Elon Musk sah die Nachfrage als Wettaufforderung und twitterte zurück: „Tesla wird das System in 100 Tagen ab Vertragsunterzeichnung installiert und funktionsbereit machen, ansonsten ist es kostenlos. Ist das ernst genug für dich?“ 

Und so läuft die Wette der Unternehmer um Australiens Stromnetze. Dass Tesla eine Chance hat, zeigte das Unternehmen mit einem anderen Projekt vom Anfang des Jahres: In nur 90 Tagen soll Tesla im Süden Kaliforniens eine komplette Solaranalge mit einer Gesamtkapazität von 80 Megawattstunden für 100 Millionen US-Dollar errichtet haben.

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