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Tesla: Mit Elektro-LKWs und besseren Arbeitsbedingungen in die Zukunft

Michael Förtsch 08.06.2017

Auf der Hauptversammlung der Anteilseigner von Tesla hat Elon Musk die Zukunftspläne seiner Firma verkündet. Dazu gehören ein Kompakt-SUV, ein Elektrotruck und ein größeres Netzwerk aus freien Ladestationen. Ebenso will Musk die Arbeitsbedingungen seiner Werksangestellten verbessern.

Seit seinem Gastauftritt bei Iron Man 2, wird Elon Musk regelmäßig gefragt, ob er Elektroflugzeuge bauen wolle. Denn eben das schlägt er im Marvel-Streifen dem Milliardärs-Superhelden Tony Stark vor. Auf der Hauptversammlung der Tesla-Shareholder klärte er daher auf, dass der Autobauer zumindest derzeit noch keine derartigen Pläne verfolge. „Ich würde ein elektrisches Flugzeug bauen“, sagte Musk im Computer History Museum im kalifornischen Mountain View, „aber ich denke, wir sind bei der Energiedichte von Batterien noch nicht weit genug.“ Zudem müsse seine Firma zunächst den „terrestrischen Transport in den Griff“ kriegen.

Schon im kommenden Monat sollen die ersten Exemplare des Model 3 ausgeliefert werden. Laut Musk wurde es bereits 400.000 Mal vorbestellt. 2019 soll dann ein weiteres Tesla-Auto erscheinen. Mit einem mysteriösen Teaserbild hat Musk das sogenannte Model Y angekündigt. Dabei handelt es sich um ein kompaktes SUV-Coupé, das auf einer vollkommen neu entwickelten Plattform aufbauen und „erschwinglich“ sein soll.

„Die Nachfrage für das Model Y wird wohl höher sein als beim Model 3“, erklärte Musk auf der Versammlung den Anteilseignern. Um dieser zu begegnen, will Tesla im Jahr 2018 auch seine Produktionskapazitäten steigern. Bis zu 500.000 Fahrzeuge sollen dann pro Jahr gefertigt werden können.

Und es gab noch mehr Neuigkeiten. Tesla will Ende September dieses Jahres seinen Elektrotruck Tesla Semi vorstellen. Zudem soll das recht spärliche Netzwerk der Supercharger-Ladestationen ausgebaut werden. Bisher existieren weltweit knapp über 5000 Ladeplätze. Im kommenden Jahr sollen es mindestens 10.000 werden. Gleichsam würden in den nächsten Jahren auch drei weitere Gigafactories gebaut werden, um den eigenen Bedarf an Akkus decken zu können. Die erste Gigafactory bei Clark, Nevada wurde Mitte 2016 eingeweiht.

Bereits im Vorfeld der Hauptversammlung reagierte Musk auf Berichte über die Arbeitsbedingungen bei Tesla. Zahlreiche Angestellte sollen beim Werk in Fremont aufgrund von körperlichen Strapazen schwere Verletzungen und Schwächeanfälle erlitten haben. Auch würde ihnen ein Übermaß an Überstunden abverlangt. In einem Brief forderte Musk nun, dass er in Zukunft direkt informiert werden solle, wenn es zu einem Unfall kommt. „Bei Tesla führen wir von unten“, schreibt er. „Wir sitzen nicht nur in einem Elfenbeinturm“. Die Arbeitsbedingungen sollen demnach drastisch verbessert werden. Er wolle sich mit den Betroffenen treffen und möchte auch selbst Zeit an der Montagestraße verbringen, so Musk.

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