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Ein Startup will mit AR das Fernsehen verändern

WIRED Staff 24.01.2018 Lesezeit 2 Min

Das Münchner-Startup eyecandylab will eine Augmented-Reality-Anwendung für Live-Übertragungen im Fernsehen entwickeln. Damit können zum Beispiel bei der Fußball-WM Zuschauer über das Smartphone Daten angezeigt bekommen.

Dieser Artikel erschien zuerst in der gedruckten Ausgabe des WIRED Magazins im November 2017 und ist Teil der Rubrik „Digitale Republik“. Wenn ihr die Ersten sein wollt, die einen WIRED-Artikel lesen, bevor er online geht: Hier könnt ihr das WIRED Magazin testen.

Die Monster sind schuld. Wie eigentlich immer, wenn es um Augmented Reality geht: Pokémon Go habe allen beigebracht, was Augmented Reality ist, sagt Martin Hackl. „Und dass wir die Technologie nun ins Fernsehen bringen, wird noch mal etwas auslösen.“

Hackl ist Gründer der Firma eyecandylab, die in Unterföhring bei München sitzt, gleich neben ProSieben – und mit dem Fernsehsender ist dem jungen Startup nun auch die erste Kooperation gelungen. Anfang November widmete sich das Wissensmagazin Galileo dem Thema Augmented Reality und nutzte in einer App auch Hackls Erfindung.

Die sogenannte Telemark-Technologie ermöglichte es Fernsehzuschauern, die das Handy vor den Fernseher hielten, Zusatz­informationen auf dem Smartphone-Bildschirm zu sehen. Eine Landkarte etwa, auf der sie die Route des Maharadscha-Expresses durch Indien nachverfolgen konnten. „Das Schöne ist: Augmented Reality kann jeder ausprobieren, ohne vorher Hardware kaufen zu müssen“, sagt Hackl.

Nun will eyecandylab eine Anwendung fürs Live-Programm entwickeln. Damit zum Beispiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 Zuschauer über das Smartphone Daten angezeigt bekommen. „Am Spielfeldrand stehen heute so viele Kameras und Sensoren, die aufnehmen, was passiert. Mit diesen Daten könnten wir zum Beispiel Live-Statistiken oder auf Heatmaps Laufwege von Spielern anzeigen.“ Dann vielleicht geht es bei Augmented Reality endlich nicht mehr nur um Pikachu, Glumanda und Bisasam, sondern wenigstens auch mal um Thomas Müller oder Manuel Neuer.