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Die Blockchain soll die Diamantenherkunft verifizieren

WIRED Staff 27.04.2018 Lesezeit 2 Min

Gemeinsam wollen IBM und Schmuckhersteller mit einem Blockchain-Netzwerk die Herkunft von Schmuckstücken und den darin verwendeten Rohstoffen zurückverfolgen und verifizieren. Die Initiative mit Namen TrustChain wäre eine sehr sinnvolle Einsatzmöglichkeit der Technologie, die Kunden auch ethische Entscheidungen beim Schmuckkauf ermöglichen dürfte.

Die Idee zur Nutzung der Blockchain für die Lieferkette ist nicht neu, in dieser Branche aber eine Premiere: IBM, Asahi Refining, Helzberg Diamonds, LeachGarner, The Richline Group und der unabhängige Verifikationsdienst UL wollen in der TrustChain Initiative für eine klare Herkunft von Gold und Diamanten für die Industrie sorgen, schreibt Cointelegraph. Die Technologie soll die gesamte Lieferkette transparent machen.

Die Initiative arbeitet mit der IBM Blockchain Platform und dem Hyperledger Project zusammen, um die Herkunft von Diamanten und Edelmetallen zurückverfolgen und bestätigen zu können — von der Mine bis zum Juweliergeschäft. IBMs Senior Vice President of Global Industries, Platforms, and Blockchain Bridget van Kralingen sagte dazu, dass Konsumenten wissen wollen, woher ihr Schmuck stammt. 66 Prozent der Käufer seien willens, mehr für Produkte aus nachhaltigen Quellen auszugeben. Mit TrustChain könne die Industrie umgewandelt werden und mehr Transparenz erhalten.

TrustChain soll bis zum Jahresende auf den Markt kommen. Viele Edelsteine stammen aus Krisenregionen und werden genutzt, um bewaffnete Konflikte zu finanzieren — man spricht entsprechend von Blutdiamanten. Andere Projekte der Branche versuchen ebenfalls, mit Blockchain-Einsatz für mehr Kundenvertrauen zu sorgen: Lucara Diamond aus Kanada hat Clara Diamond Solutions als Plattform erworben, die Diamantenherkunft verifiziert und die Kimberly Process Initiative sollte ebenfalls für saubere Edelsteine sorgen. Das von De Beers gestartete Projekt steht allerdings in der Kritik, uneffektiv zu sein — die kanadische NGO Impact hat es deshalb Anfang des Jahres verlassen.