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Tesla übernimmt einen Maschinenbauer aus der Eifel

WIRED Editorial 08.11.2016 Lesezeit 2 Min

700 deutsche Maschinenbauer arbeiten künftig für Tesla. Es soll helfen, binnen zwei Jahren 500.000 E-Autos herzustellen. Elon Musks Firma übernimmt einen Hersteller von automatischen Produktionsanlagen, Grohmann Engineering, aus der Eifel.

Die deutsche Maschinenbaufirma Grohmann Engineering gehört nun zu Tesla. Das E-Auto-Unternehmen übernimmt – vorausgesetzt, das Kartellamt stimmt zu – die 700 Mitarbeiter des Anlagenbauers aus der Eifel, um seine geplanten hypermodernen Autofabriken umsetzen zu können. 

Man habe nach dem talentiertesten Ingenieuren im Bereich der automatisierten Produktion gesucht, schreibt Tesla auf seinem Blog. „Wir sind sehr erfreut“, dass Grohmann eingewilligt hat, Tesla Grohmann Automation zu werden. Nicht nur habe Tesla damit „ein weltklasse Team“ eingekauft, sondern Tesla Grohmann Automation werde als Basis für weitere Tesla-Unternehmungen in Deutschland fungieren. Mehr als 1000 Ingenieure und Techniker sollen demnach in den kommenden zwei Jahren zusätzlich eingestellt werden.

Firmengründer Klaus Grohmann werde in seiner Position bleiben, denn Tesla brauche alle mögliche Unterstützung, um im Jahr 2018 den Plan umsetzen zu können, 500.000 Elektroautos herzustellen. Fast entscheidender als das Produkt selbst seien die Produktionsstätten für Tesla, heißt es in dem Blogpost. In den neuen Tesla-Fabriken soll alles fast gänzlich automatisiert ablaufen. Der Maschinenbauer aus Prüm in der Eifel liefert dann wichtige Teile der Produktionskette.

Im Video bekommt ihr einen Einblick ins Tesla-Werk:

Grohmann Engineering arbeitet bereits seit einigen Monaten mit Tesla zusammen. Die jetzt beschlossene Übernahme solle die Kooperation intensivieren, hieß es.

Tesla sucht zudem seit einiger Zeit nach einem Standort in Europa für eine kombinierte Batterie- und Autofabrik. The Verge berichtet jetzt, dass Musk in einer Telefonkonferenz mit Journalisten bestätigt habe, dass sein Unternehmen Planungen dafür begonnen habe. Im April gab es bereits Gerüchte, Tesla wolle ein altes Atomkraftwerk in Frankreich als Produktionsstätte nutzen. 

Mehr zum Thema: WIRED sprach exklusiv mit Tesla-Chefdesigner Franz von Holzhausen und besuchte das Tesla-Designstudio.