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Der US-Bundesstaat Pennsylvania verklagt Uber

WIRED Staff 06.03.2018 Lesezeit 2 Min

Auch mit neuer Führung kommt Uber nicht ohne Probleme voran: Der Generalstaatsanwalt von Pennsylvania hat Klage wegen eines Verstoßes gegen das Offenbarungsgesetz des Bundesstaates erhoben. Nachdem Hacker 2016 Hunderttausende Datensätze von Ubers Servern erbeutet hatten, soll der Konzern weder die betroffenen Fahrer noch die Nutzer darüber informiert haben.

Das Datenleck bei Uber betraf seinerzeit weltweit 600.000 Fahrer, deren Namen und Führerscheindaten erbeutet wurden, sowie bis zu 57 Millionen Nutzer des Fahrdienstes. Die Klage des Bundesstaates Pennsylvania richtet sich nach dortigem Recht nur auf die eigenen Bürger, die von der Sache betroffen waren. Wie WIRED US schreibt,sind das 13.500 Fahrer. Für jeden davon muss der Konzern möglicherweise eine Strafe von 1000 US-Dollar zahlen, was sich dann auf 13,5 Millionen US-Dollar summiert.

Das Verhalten des alten Managements hat weiterhin Folgen für den Fahrdienstanbieter Uber: Als Hacker im Oktober 2016 Nutzerdaten erbeuteten, entschied die damalige Führungsriege, die Sache geheim zu halten. Die Betroffenen erfuhren, gemeinsam mit der Öffentlichkeit, erst im November 2017 von dem Vorfall. Bereits damals gingen aufgrund des Verhaltens des Konzerns erste Klagen ein: Zwei Sammelklagen aus Kalifornien ließen nur zwei Tage auf sich warten. Die Staatsanwaltschaften von New York, Missouri und Connecticut haben sich der Sache ebenfalls angenommen.

Der Streitwert ist für Uber keine große Summe, stellt aber durchaus einen symbolischen Wert dar: Der Konzern ist für sein Verhalten auch nach dem Austausch der Führungsetage verantwortlich. Auch das Verhalten gegenüber den Hackern wurde im Nachhinein kritisiert: Uber hatte ein Lösegeld von 100.000 US-Dollar für die Daten gezahlt.