Der Staat rüstet sich gegen Cyber-Angriffe

23.05.2018 Lesezeit 3 Min

Der Schaden ist schnell angerichtet: Jeder hat schon mal gedankenlos auf unbekannten Websites gestöbert oder einen USB-Stick ungeprüft verwendet – und damit potenziell Spionen Zugang zur Festplatte ermöglicht. Auch die Rechner von Politikern und Unternehmen werden auf diese oder ähnliche Weise immer wieder von kriminellen Hackern infiltriert. Zuletzt geschah dies auf spektakuläre Weise sogar beim Datennetz des Bundes. Wie im März 2018 bekannt wurde, versuchten Unbekannte über Schadsoftware in den Besitz von sensiblen Daten der Bundesregierung zu kommen.

IT-Konsolidierung: die digitale Transformation des Staates

Damit dies in Zukunft besser verhindert werden kann, sind massive Investitionen in die Cyber-Security von staatlichen Institutionen notwendig. Bereits im Mai 2015 beschloss die Bundesregierung ein Mammutprojekt, das neben dem Datenschutz und der Beherrschbarkeit der IT auch die IT-Sicherheitstechnik betrifft.

Für das groß angelegte Projekt „IT-Konsolidierung des Bundes“ wurde ein Leistungsverbund etabliert. Er besteht aus dem ITZBund, der IT des Auswärtigen Amtes, der IT der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Rentenversicherung und der BWI GmbH als IT-Dienstleister. Das gemeinsame Ziel: die IT-Systeme zu standardisieren sowie eine einheitliche, leistungsstarke und vor allem sichere IT-Infrastruktur aufzubauen.

Das auf zehn Jahre angelegte Projekt schafft nicht nur die Voraussetzung für die Digitalisierung der Verwaltung. Es soll auch dafür sorgen, dass bis zu 90 Prozent aller IT-Beschaffungen der Bundesverwaltung zentralisiert eingekauft werden. Außerdem soll der IT-Betrieb der Bundesverwaltung – unter besonderer Berücksichtigung der Systemstandards und der IT-Sicherheit – auf wenige Rechenzentren konzentriert werden und sich nicht wie bisher auf 1.000 Betriebsstätten verteilen.

Technologie verändert die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten. Aber Digitalisierung gelingt erst dann, wenn IT konsolidiert und modernisiert ist, wenn Sicherheitsstandards geschaffen sind und wenn Projekte in iterativen, hochagilen Prozessen laufen.

Ulrich Meister, CEO der BWI

Karrierechancen: BWI bietet über 200 offene IT-Stellen

Die IT-Konsolidierung, die IT-Sicherheit im Speziellen und agile Prozesse verlangen nach gut ausgebildeten IT-Spezialisten, Entwicklern, Ingenieuren und Managern. Auch IT-Sicherheitsexperten, Kryptografen und digitale Forensiker werden gesucht. Experten, die mit komplexen Systemen vertraut sind, oder solche, die sich diese Kenntnisse aneignen wollen.

Allein die BWI hat über 200 Stellen für die über 40 Standorte des Unternehmens ausgeschrieben und hat als Arbeitgeber mit der Auszeichnung „Great Place to Work“ natürlich auch einiges zu bieten.

Wenn du die BWI kennenlernen willst, dann statte der CEBIT (Halle 27, Stand G35) einen Besuch ab oder informiere dich hier über deine Karrierechancen bei der BWI.

SHORT FACTS

Warum ist Cyber-Security wichtig?

> 4.000 Hacker-Angriffe auf die EU pro Tag | 52.000 E-Mails mit Schadprogrammen pro Monat erreichen die Bundesverwaltung

Was tut der Staat?

> Mehr als 150 Behörden an 1.200 Betriebsstätten profitieren von IT-Konsolidierung | IT-Experten wie die BWI setzen höchste Sicherheitsstandards um

Was kannst du tun?

> Allein die BWI bietet mehr als 200 offene IT-Stellen | Spannende Karrierechancen auch für Querdenker und Quereinsteiger