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Der Oculus-Mitgründer hat Ärger wegen einer Pro-Trump-Kampagne

WIRED Staff 26.09.2016 Lesezeit 2 Min

Palmer Luckey, Mitgründer von Oculus Rift, hat heimlich eine Online-Kampagne gegen Hillary Clinton unterstützt. Jetzt versucht sich die Oculus-Führung in Schadensbegrenzung – einzelne Entwickler haben schon angekündigt, ihre Entwicklung für die VR-Brille zunächst auszusetzen.

Die Aktivisten von Nimble America haben sich auf die Verbreitung viraler Inhalte für Donald Trump und gegen Hillary Clinton spezialisiert. Dass dabei von „shitposting“ und „meme magic“ die Rede ist, zeigt, dass es nicht die sauberste Art von politischer Einflussnahme ist. Oculus-Mitgründer Palmer Luckey hatte die Gruppe zunächst anonym unterstützt, Reporter waren ihm allerdings auf die Schliche gekommen. Über das Wochenende folgten sowohl von ihm als auch von Oculus-CEO Brendan Iribe öffentliche Entschuldigungen, berichtet The Verge.

Iribe sagte auf Facebook, dass Mitarbeiter von Oculus politische Bewegungen jeder Art unterstützen könnten, egal, wie die Firma dies sieht. Er erinnert entsprechend daran, dass die private Meinung Luckeys nicht die Firma repräsentiert. Vor allem die Reddit-Posts unter dem Pseudonym NimbleRichMan werden Luckey zur Last gelegt, in denen er Hillary Clinton als Kriegstreiberin und Freiheitsdiebin bezeichnet hatte. Diese Aussagen, so Luckey, hätte er mit der Unterstützung von Nimble America verfasst, berichtet Motherboard.

Während sich große Firmen kaum eine politische Meinung leisten, springen indes erste kleinere Spieleentwickler von Oculus als Plattform ab: „Wir haben jetzt wichtige Fragen“, sagte ein Vive-Entwickler gegenüber The Verge. „Sehr reale ethische Fragen, die wie gerne beantwortet hätten, wie zum Beispiel: Wie viel von den 30 Prozent Anteil unseres Umsatzes, die Oculus erhält, finanzieren Hass-Memes von Neonazis?“ Wie sich die Geschichte weiter auswirkt und ob der Konzern den Schaden begrenzen kann, werden die kommenden Wochen zeigen.

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