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BMW nutzt Blockchain für nachhaltiges Kobalt

Guido Lange 09.03.2018 Lesezeit 2 Min

Viele seltene Rohstoffe werden menschenunwürdig abgebaut. Eine Blockchain soll BMW helfen, die Herkunft von Kobalt zurückzuverfolgen und Kinderarbeit zu bekämpfen.

Etwa zwei Drittel des weltweiten Kobalts kommen aus dem Kongo. Ein Fünftel davon wird in kleinen Minen abgebaut, in denen häufig auch Kinderarbeit stattfindet. Für einen Automobilhersteller wie BMW ist es daher schwierig zurückzuverfolgen, wo das Kobalt herkommt, das sie für die Batterien der Elektroautos benötigen.

BMW arbeitet daher künftig mit Circulor, einem Londoner Startup zusammen, das den Weg von Kobalt zurückverfolgen kann. Das Startup gibt dabei nachhaltigem Kobalt, das aus Australien, Kanada oder aus industrieller, kongolesischer Produktion kommt, einen Barcode. Dieser Barcode wird dann in eine Blockchain geschrieben. Dadurch lässt sich der Weg des Kobalts vom Abbau bis zum finalen Einsatzort nachverfolgen. In der Blockchain lässt sich ein einmal geschriebener Barcode nicht mehr verändern, Manipulation wird dadurch ausgeschlossen.

Auch wenn dies bei BMW zunächst nur ein Pilotprojekt ist, dürften wir in Zukunft noch vieler solcher Anwendungen sehen, bei denen die Blockchain genutzt wird, um den Weg von Gütern nachzuverfolgen. Viele Industrieprodukte könnten dadurch deutlich nachhaltiger in der Produktion werden.

Bereits vor ein paar Tagen gab es die Meldung, dass Porsche derzeit auch eine eigene Blockchain im Fahrzeug testet. Durch diese werden allerdings nur Anwendungen im Fahrzeug gesteuert.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Kryptoszene.de.

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