/Business

BlackBerry: „Facebook ist ein Nachzügler in der mobilen Messaging-Welt“

WIRED Staff 07.03.2018 Lesezeit 2 Min

Der ehemals führende Telefon-Hersteller BlackBerry hält noch immer viele Patente für Messenger-Apps. Weil Facebook angeblich gegen diese Patente verstößt, hat das Unternehmen jetzt Klage eingereicht. Aber Facebook will nicht zahlen.

Die Firma BlackBerry ist längst in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, wenn es um Hardware geht. Aber das Unternehmen hat noch immer viele wertvolle Patente für Funktionen, die in Messenger-Apps heute üblich sind: Etwa Freunde auf Fotos markieren, das Zählen von ungelesenen Nachrichten und das Autovervollständigen von Namen bei der Suche.

Wegen dieser Patente ist BlackBerry bereits seit Jahren in Verhandlungen mit Facebook. Denn natürlich sind solche Funktionen im Facebook Messenger oder bei Instagram und WhatsApp eingebaut. So richtig einig wurden sich die beiden Unternehmen dabei aber nie. Deswegen hat BlackBerry jetzt eine Klage vor dem Bundesgericht in Los Angeles eingereicht.

In der Klageschrift wirft BlackBerry Facebook vor, ein „Nachzügler in der mobilen Messaging-Welt“ zu sein. Weiterhin heißt es: „Wir haben eine Menge Respekt vor Facebook und dem Wert, den sie Messaging-Funktionen haben zukommen lassen — die zum Teil von BlackBerry eingeführt wurden.“ BlackBerry sehe aber auch in Facebook, Instagram und Whatsapp potenzielle Partner für die Zukunft.

Eine Zusammenarbeit erscheint nach der ersten Reaktion von Facebook allerdings mehr als unwahrscheinlich. Facebook-Anwalt Paul Grewal schreibt dazu: „Blackberrys Klage spiegelt leider den aktuellen Stand seines Messaging-Geschäfts wider. Nachdem Blackberry seine Innovationsbemühungen aufgegeben hat, will es jetzt die Innovationen anderer besteuern. Wir haben vor, zu kämpfen.“