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Wie Berliner Gründer euch mit der Blockchain bei Überweisungen ins Ausland helfen

Caspar Tobias Schlenk, Gründerszene 06.04.2016

Bitwala lässt Nutzer Geld ins Ausland überweisen. Durch die Bitcoin-Technik soll das eine schnelle und günstige Alternative zu Diensten wie Transferwise sein.

Geld per Internet zu versenden ist nicht neu – allerdings zuweilen noch umständlich, langsam und teuer. Bitwala baut gerade an einer Alternative, die mit Bitcoins und der Blockchain-Technologie funktioniert. So positioniert sich das Unternehmen als schnelle und günstige Alternative zu Konkurrenten wie dem gehypten Transferwise oder etablierten Playern wie Western Union oder MoneyGram.

Schon in wenigen Monaten soll bei Bitwala die digitale Währung Bitcoin nicht mehr im Mittelpunkt stehen – zumindest für den Nutzer. Das Berliner Startup will auf diesem Weg Kunden ansprechen, die das System Bitcoin gar nicht kennen, erklärt Gründer Jörg von Minckwitz im Gespräch.

Mit ihrer Transfer-Idee haben Minckwitz und seine Mitgründer Jan Goslicki und Benjamin Jones gerade den High-Tech Gründerfonds überzeugt. Zusammen mit der Digital Currency Group (DCG) investiert der Wagniskapitalgeber 800.000 Euro. DCG ist ein Investor, der sich auf das Thema Blockchain und Bitcoin spezialisiert hat. Das Geld soll etwa in Marketing fließen, um den Service bekannter zu machen.

Geldtransfer innerhalb von Stunden
Seit einem Jahr arbeitet das Team an dem Produkt, das es ermöglicht, innerhalb von Stunden Geld ins Ausland zu versenden, wirbt das Unternehmen. Bei anderen Anbietern dauere es meist mehrere Werktage bis das Geld auf dem Konto im anderen Land ankomme.

Bislang sind elf Währungen auf Bitwala verfügbar. Der Fokus liege nach der Seedfinanzierung erst einmal auf Europa, sagt Gründer von Minckwitz. Später könnten dann weitere Länder folgen. Ein halbes Prozent der Summe kostet die Transaktion in Euro, die anderen Währungen sind noch etwas teurer zu tauschen – aber das soll sich bald ändern.

Die Funktionsweise: Wer Geld von Schweden nach Deutschland schicken möchte, kauft sich von den schwedischen Kronen Bitcoins, diese transferiert Bitwala nach Deutschland und tauscht sie wieder in Euro.

Ein Konto ohne Bonitätsprüfung
Insgesamt zwei Millionen Euro seien bereits über die Plattform transferiert worden, mit mehr als 2000 Nutzern in Afrika, Asien und Europa, heißt es nach eigenen Angaben. Zusätzlich zu dem Geld-Transfer bietet das Startup in Zusammenarbeit mit Visa eine Bitcoin Debit Card. Ohne eine Bonitätsprüfung etwa von der Schufa können Menschen die Karte beantragen oder das Geld verschicken. So sollen Menschen, die sonst keinen Zugang zum Finanzsystem haben, erreicht werden.

Die Studienfreunde Goslicki und von Minckwitz haben bereits mehrere Bitcoin-Startups gegründet. Über die Website All4BTC.com lassen sich zum Beispiel Amazon- und Ebay-Artikel per Bitcoin bezahlen.

Dieser Artikel ist zuerst bei Gründerszene erschienen. Das Original findet ihr hier.

Am 28. April 2016 findet in Berlin die Konferenz WIRED Money statt. Mehr zum Thema digitales Geld findet ihr hier

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