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Bestätigt: Deutsche Autofirmen zahlen 2,8 Milliarden Euro für Nokias Kartendienst HERE

Elisabeth Oberndorfer 03.08.2015

Nach wochenlangen Gerüchten ist es jetzt offiziell: Nokia hat seinen Google-Maps-Konkurrenten HERE verkauft. Die neuen Eigentümer sind ein Konsortium aus den deutschen Autoherstellern Audi, BMW und Daimler.

Dass der finnische Nokia-Konzern seine Karten-Geschäftssparte loswerden will, war seit längerem bekannt. Das Taxi-Startup Uber soll dafür drei Milliarden Dollar geboten haben, wie die New York Times im Juli schrieb, wurde dabei nun jedoch von deutschen Autofirmen ausgestochen. Audi, BMW und Daimler übernehmen Nokia HERE für einen Unternehmenswert von 2,8 Milliarden Euro.

Die Transaktion soll im ersten Quartal 2016 abgeschlossen sein, sofern die Behörden grünes Licht geben. Das Kartensystem solle die künftigen Eigentümer bei der Innovation in der Fahrsicherheit und Mobilität ergänzen, sagt BMW-Chef Harald Krüger. Der neue Konzernchef kündigte erst kürzlich in einem Interview an, vom Silicon Valley lernen zu wollen.

Nokia will sich nach dem Verkauf seines Navigationssystems auf die Integration von Alcatel-Lucent konzentrieren. Im April hatte der Konzern die Übernahme des französischen Telekomanbieters für 15,6 Milliarden Dollar verkündet. In Zukunft will der ehemalige Handy-Hersteller sich auf Netzwerktechnologien und Infrastruktur konzentrieren. Außerdem deuten Sprecher des Untenehmens seit geraume Zeit an, wieder am Smartphone-Markt interessiert zu sein

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