/Business

Apple will weniger iPhone X produzieren

WIRED Staff 30.01.2018

Das iPhone X verkauft sich laut Medienberichten sehr viel schlechter, als Apple erwartet hat. Eine Kürzung der Produktion wird sich auf die gesamte Branche auswirken, die für das High-End-Smartphone Bauteile liefert.

Während das Weihnachtsgeschäft für Apples iPhone X jenseits der Erwartungen gut lief und es Lieferengpässe für das Gerät gab, sind die Verkaufszahlen offenbar stärker zurückgegangen als erwartet: Vom teuersten Smartphone aus dem Hause Apple soll im ersten Quartal 2018 nur noch die Hälfte der bislang veranschlagten Stückzahl von 40 Millionen produziert werden, schreibt Nikkei. Die Produktionszahlen der kleineren und günstigeren Modelle iPhone 8 und iPhone 8 Plus sollen weiterhin bei 30 Millionen im Quartal liegen.

Die Reduzierung der Produktionszahlen würde nicht nur Apple treffen, sondern auch eine Reihe von Zulieferern, allen voran Samsung. Das koreanische Unternehmen liefert die OLED-Displays, die von vielen Analysten als Hauptgrund für den hohen Preis des iPhone X betrachtet werden. Aber auch Firmen wie Murata Manufacturing, Sony, Kyocera und TDK liefern Teile für das Smartphone und dürften vom kommenden Auftragsrückgang ebenso betroffen sein wie der Auftragsfertiger Foxconn. Diese Auswirkungen werden zwar laut Nikkei erst gegen Ende des Quartals spürbar, dennoch seien die Investoren nun nervös.

Apple wird am 1. Februar seinen Quartalsbericht vorlegen. Dann wird sich bestätigen, ob die Produktion tatsächlich dramatisch heruntergefahren wird und wie die Verkaufszahlen stehen. Es sieht allerdings so aus, als ob das iPhone X nach dem anfänglichen Ansturm viele potenzielle Käufer mit seinem hohen Preis abschreckt.