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Studie des Weltwirtschaftsforums: 2025 arbeiten Maschinen mehr als Menschen

WIRED Staff 17.09.2018 Lesezeit 2 Min

Maschinen werden bald „fleißiger“ sein als Menschen, das sagt eine Studie des Weltwirtschaftsforums voraus: Schon in wenigen Jahren werden erstmals mehr Arbeitsstunden von Robotern und KI-Algorithmen verübt, als von Menschen. Das große Jobsterben soll dennoch vorerst ausbleiben.

Derzeit liegt der Anteil der Arbeit, der weltweit von Maschinen verrichtet wird, laut dem World Economic Forum (WEF) bei 29 Prozent. Im Jahr 2025 soll er aber auf 52 Prozent steigen. Das sei das Ergebnis der WEF-Studie „Die Zukunft der Arbeitsplätze 2018“, berichtet die Welt. Im Report werden demnach auch Zweifel am großen Jobsterben durch die Digitalisierung angemeldet: In den kommenden fünf Jahren sollen der Studie zufolge durch die Roboter-Revolution weltweit 58 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen – und das netto, also nach Abzug der Stellen, die durch Automatisierung wegfallen.

Die neuen Arbeitsplätze werden der Studie zufolge allerdings in unterschiedlichen Bereichen entstehen: Für Bürojobs, die etwa in der Buchhaltung wegfallen, werden Stellen für Datenanalysten, Wissenschaftler und Softwareentwickler enstehen. In Afrika, dem Nahen Osten, Lateinamerika und Südasien werde es weiterhin neue Arbeitskräfte in der Produktion brauchen, die allerdings immer bessere Qualifikationen mitbringen müssen.

Gewerkschaft sieht Handlungsbedarf

Für die Studie hatte das WEF bei seinem Jahrestreffen in Davos in diesem Januar Personal- und Strategiemanager aus 20 Industrie- und Schwellenländern befragt, die gemeinsam 70 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung erzielen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund sieht in der Studie eine Handlungsaufforderung an die Politik: Zum einen müsse diese jetzt in Bildung investieren, um die nötigen Qualifikationen in der Bevölkerung zu ermöglichen. Zum anderen würden die Folgen der Automatisierung nur dann akzeptiert, wenn die Technologie den Beschäftigten und Verbrauchern diene und nicht umgekehrt, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der Welt.