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Umfrage: KI ist böse! Aber autonome Autos sind schon ganz cool.

Georg Räth 15.09.2018 Lesezeit 2 Min

Besonders ältere Menschen haben Angst vor Künstlicher Intelligenz. Aber eines wollen sie trotzdem: mit dem Roboterauto durch die Straßen gefahren werden. Das ergab jetzt eine Umfrage von YouGov.

Wen soll die Automobil-KI retten: den alten Rentner oder das junge Schulkind, das sein Leben noch vor sich hat? Bei kontroversen Fragen wie dieser glühen die Kommentarspalten des Internets. Und auch bei anderen Themen, wie lieb oder böse die Künstliche Intelligenz nun ist, gehen die Meinungen stark auseinander. In einer aktuellen Studie von YouGov gibt es jetzt greifbares Zahlenwerk, wie die Deutschen zu verschiedenen dieser Fragestellungen wirklich stehen.

Bei der Fragestellung, ob der Einsatz von Künstlicher Intelligenz mit mehr Risiko als Nutzen verbunden ist, setzen sich die Befürworter der These (26 Prozent) durch. Knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) sieht Nutzen und Risiken als gleich groß an. Nur 15 Prozent glauben, dass es mehr Nutzen als Risiken gibt, KI einzusetzen. Dabei steigt die Angst vor KI mit dem Alter, besonders die Gruppe der Baby Boomers (54 bis 72 Jahre) verbindet Künstliche Intelligenz mit Risiken (29 Prozent), während es bei den Millenials (18 bis 36 Jahre) weniger als ein Viertel der Befragten sind (22 Prozent).

Je persönlicher eine Aufgabe wird, die eine KI übernehmen könnte, – etwa bei Vorstellungsgesprächen oder Prüfungen – desto mehr Ablehnung gibt es dafür von den Befragten. Dagegen kann sich die knappe Mehrheit (52 Prozent) vorstellen, von einem autonomen Auto durch den Straßenverkehr gesteuert zu werden. „Durch die rege multimediale Berichterstattung rund um das Thema ist die Technologie und der potenzielle Nutzen den Verbrauchern bekannt und die Zustimmungswerte entsprechend hoch“, kommentiert das Frieder Schmid, Senior Consultant Custom Research bei YouGov. Den größten Zuspruch für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat die automatische Erstellung von Berichten über Fußballspiele und Aktienkurse.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Gründerszene
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