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UBER will einen eigenen Elektroscooter bauen

WIRED Staff 31.08.2018 Lesezeit 2 Min

Nachdem UBER den Fokus in den vergangenen Jahren auf seine Tätigkeiten als Fahrdienstanbieter gelegt hat, will das Unternehmen nun mit Elektroscootern Erfolg haben. Die will es aber nicht einkaufen, sondern selbst entwickeln.

Um auch in den Stadtteilen präsent zu sein, die per Auto nur schlecht zu erreichen sind, plant UBER die Entwicklung eines eigenen Elektroscooters. Die Schirmherrschaft bei dem Projekt übernimmt das Start-up Jump, das UBER erst im April 2018 für rund 100 Millionen US-Dollar übernommen hatte. Der Verleihdienst für Elektrofahrräder ist bereits in Washington DC, New York City und Denver aktiv und soll auch bald in Berlin starten. Laut UBERs offizieller Mitteilung wird er Teil des „multimodalen Transportsystems“ sein, das das Unternehmen plant.

Ironischerweise findet die Entwicklung des Elektroscooters genau dort statt, wo er überhaupt nicht gestattet ist – in San Francisco. Am Pier 70 im Nordosten der Metropole arbeitet UBER aber nicht nur am eigenen Roller, sondern auch an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos und fliegenden Taxis. Ende August lehnte die Transportbehörde der Stadt (SFMTA) zehn von zwölf Ersuchen von Unternehmen ab, die Elektroscooter in San Francisco implementieren wollten. Nur die beiden Start-ups Scoot und Skip bekamen gerade die entsprechenden Lizenzen – für ein Jahr auf Probe.

Bereits vor wenigen Tagen hatte UBER-Chef Dara Khosrowshahi angekündigt, dass PKW in den Zukunftsplänen des Milliarden-Start-ups eine weniger große Rolle einnehmen sollen als bisher. Stattdessen sollten Fahrräder und eben Elektroroller mehr in den Vordergrund rücken. Denn die wären vor allem in urbanen Strukturen deutlich effizienter und unkomplizierter. Zwar würde UBER dadurch zunächst weniger Umsatz machen – jedoch würden sich jene Einbusen schnell amortisieren, wenn sich die Verleihdienste erst etabliert haben.