/Elon Musk

Tesla baut jetzt auch Surfbretter?

Michael Förtsch 30.07.2018 Lesezeit 2 Min

Es war schon nach kürzester Zeit ausverkauft. Lediglich über das Wochenende hatte Tesla ein Surfbrett angeboten. Das könnte ein Testlauf für zukünftige Lifestyle-Produkte des E-Autobauers sein.

Im Grunde ist es verwunderlich, dass Tesla bisher kein ausgefalleneres Merchandise angeboten hat. Schließlich hatte Elon Musk mit einem Flammenwerfer gut Werbung für seine The Boring Company gemacht – und damit weltweit Aufsehen und auch Kontroversen erregt. Dass Tesla nun ein Surfbrett im Angebot hatte, wirkt da nun beinahe schon erschreckend gewöhnlich.

Am Samstag hatte Tesla das schwarz-rote Surfbrett für 1.500 US-Dollar auf seinem Shop eingestellt – ein für handelsübliche Boards ziemlich hoher aber für äußerst hochwertige Bretter durchaus gängiger Preis. Aber immerhin, verspricht zumindest die Artikelbeschreibung, sei das Board nicht nur irgendein Surfbrett mit Tesla-Logo, sondern sei tatsächlich von Tesla-Designern ausgearbeitet worden. Produziert wurde es in Zusammenarbeit mit den Surfbrettfabrikanten von Lost Surfboards und dessen legendären Gründer Matt Biolos.

Ein Testlauf?

Bei der Matt- und Glanzlackierung sei das gleiche Material eingesetzt worden wie in der Lackierstraße des E-Autobauers. Und bei der Kohlefaserverstärkung hätte man sich vom Interieur des Model 3, Model S und des neuen Roadster inspirieren lassen. Das Brett war bereits nach einem Tag ausverkauft und soll auch lediglich in einer limitierten Edition von 200 Stück hergestellt werden. Denn jedes davon sei eine Sonderanfertigung.

Wenig verwunderlich, dass sich die ersten Bretter bereits auf eBay finden. Dort werden sie für Preise zwischen 2.000 und 7.000 US-Dollar angeboten. Dass das Surfbrett eine Methode ist, um Geld in die klammen Kassen von Tesla zu spülen, darf bezweifelt werden. Denn dafür dürfte die Marge einfach zu gering sein. Aber, wie schon vermutet wird, könnte es ein Testlauf gewesen sein, um herauszufinden, wie zugkräftig die Marke Tesla bei derartigen Sport-, Lifestyle- und Designobjekten ist. Ungewöhnlich ist ein solches Geschäft für Autobauer nicht. Auch Porsche bietet unter der Marke Porsche Design beispielsweise Aktenkoffer, Jacken, Uhren und auch Kugelschreiber an.