/Elon Musk

Der kiffende Elon Musk hat SpaceX und Boeing nun eine NASA-Untersuchung eingebrockt

WIRED Staff 21.11.2018 Lesezeit 2 Min

Elon Musk hat bei einem Interview mit einem Comedian an einem Joint gezogen. Jetzt untersucht die US-Weltraumbehörde NASA SpaceX und Boeing auf eine drogenfreie Arbeitsplatzkultur und Sicherheitsmängel.

Anfang September hatte sich Elon Musk für ein langes Interview mit dem Comedian Joe Rogan zusammengesetzt. Recht offen plauderte der US-Milliardär dabei über seine Pläne, Befürchtungen, Stress und was für ein Unfug doch Flugautos sind. Dabei hat ihm Joe Rogan neben Whiskey auch einen Joint angeboten – und Musk zog daran, nachdem er gefragt hatte, ob das in Kalifornien nun wirklich legal ist. Der Moment, der vor allem im Netz für Erheiterung, zahlreiche Memes und coole T-Shirt-Motive sorgte, löste auch bei der NASA gewissen Trubel aus. Denn nun wird untersucht, ob der kiffende Elon Musk die Sicherheit und das Image der NASA beeinträchtigen könnte.

Laut der NASA geht es vor allem um das Vertrauen von Öffentlichkeit und Astronauten. Denn auch wenn Marihuana in Kalifornien und neun weiteren US-Staaten erlaubt ist, ist es auf US-Bundesebene weiterhin verboten. Und die NASA ist nun mal eine Institution der US-Regierung, die Marihuana daher ablehnen müsse. Das Gebahren von Musk und SpaceX soll daher analysiert und überprüft werden, schreibt die Washington Post. Die Untersuchung soll vor allem zahlreiche Interviews mit Mitarbeitern des Raumfahrtunternehmens umfassen, um die Arbeitsplatzkultur zu eruieren und ein „drogenfreies Umfeld“ sicherzustellen.

Auch Boeing wird überprüft

Gestützt wird die recht aufwendige Maßnahme zuvorderst durch den von der Trump-Regierung eingesetzten NASA-Chef Jime Bridenstine. „Wenn ich etwas Unangemessenes sehe, ist für mich die Schlüsselfrage, was für eine Kultur zu dieser Unangemessenheit geführt hat und ob die NASA damit involviert ist“, so Bridenstine. „Als Behörde führen wir nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Vertragspartner. Wir müssen der amerikanischen Öffentlichkeit zeigen, dass wenn wir einen Astronauten in eine Rakete setzen, dieser sicher sein wird.“

Jedoch trifft diese Überprüfung nicht nur SpaceX. Auch Boeing als weiterer Hauptvertragspartner für das Commercial Crew Program soll der gleichen Untersuchung und Mitarbeiterbefragung unterzogen werden. Beide Unternehmen sollen im kommenden Jahr als erste Privatunternehmen im NASA-Auftrag Astronauten ins All bringen. Bei SpaceX ist der Start mit der Dragon-V2 derzeit für Juni und bei Boeing mit dem Starliner für August angesetzt. Ob sich die Untersuchung auf den schon mehrmals verzögerten Zeitplan auswirkt, ist bisher nicht sicher. Allerdings wird die Untersuchung mehrere Monate in Anspruch nehmen.