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Project PAI: Blockchain für den intelligenten Vertreter in der digitalen Welt startet

WIRED Staff 09.07.2018 Lesezeit 2 Min

Die PAI-Foundation will ihren Nutzern einen persönlichen Vertreter in der digitalen Welt zur Verfügung stellen, einen Avatar, der so aussieht und sich so verhält wie sein Vorbild aus Fleisch und Blut. PAI, das steht für „Personal Artificial Intelligence“. Jetzt ist das Mainnet der PAI-Blockchain gestartet. Sie soll die Basis für die persönlichen KIs bilden.

Das PAI Mainnet mit der daran gekoppelten Kryptowährung PAI ist jetzt aktiv. Das quelloffene Blockchain-Projekt soll die erste Plattform ihrer Art werden, mit der intelligente 3D-Avatare entstehen. Diese sollen ihrem jeweiligen Nutzer gleichen und per Blockchain gesichert und authentifiziert werden. Das soll den teilnehmenden Menschen die Möglichkeit perfekter Kontrolle über ihre persönlichen Daten in dem Projekt ermöglichen.

Ziel des Projekts ist, dass jeder Mensch auf der Welt eine persönliche KI erschaffen kann, die mit einer Technologie der KI-Firma ObEN lernt, sein Verhalten zu imitieren. Das soll dazu führen, dass die KI-Revolution der Welt mit Menschen im Fokus gelingen kann. Die dafür gesammelten persönlichen Daten der Nutzer sollen allerdings nicht von einer Firma oder einer Datenbank kontrolliert werden, sondern in der Blockchain gespeichert und verifiziert sein. Damit diese Blockchain am Laufen bleibt, gibt es die dazu passenden PAI Coins als Belohnung für die distribuierte Rechenleistung.

Avatare, die sogar arbeiten können

Das PAI Mainnet genannte Blockchain-Netz soll laut seinen Schöpfern schnell wie ein Torrent-Netzwerk sein und entsprechend den Nutzern die Möglichkeit geben, schnell auf ihre Daten zuzugreifen. Gleichzeitig sollen die persönlichen KI-Avatare den Nutzer künftig auch als Arbeitnehmer oder in sozialen Medien vertreten können. Für diesen Teil des Plans bedarf es allerdings einer breiten Akzeptanz der Öffentlichkeit — und weiterer Fortschritte in Sachen Künstliche Intelligenz. Der Grundstein für den Schutz der Privatsphäre ist aus Sicht der PAI-Macher nun allerdings gelegt.