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Norwegen verzeichnet Rekordabsätze bei Elektromobilität

WIRED Staff 04.10.2018 Lesezeit 2 Min

Im September hat Norwegen neue Rekordzahlen im Verkauf elektrischer Fahrzeuge verzeichnet. Das wirkt sich auch direkt auf die CO2-Emissionen des skandinavischen Landes aus: Im September 2018 gab es die geringsten Messwerte pro gefahrenem Kilometer seit Aufzeichnungsbeginn.

Während andere Länder bei den Marktanteilen von Elektrofahrzeugen noch im niedrigen einstelligen Prozentbereich hängen, hat Norwegen für September 2018 beeindruckende Zahlen vorgelegt: Wie Electrek schreibt, sind von 10.620 Pkw, die im vergangenen Monat angemeldet wurden, 45 Prozent reine Stromer gewesen. Zählt man Plug-In-Hybride mit, kommt der Marktanteil von Elektroantrieben in Norwegen sogar auf 60 Prozent.

Einen recht großen Marktanteil bei den Elektrofahrzeugen in Norwegen verzeichnet Tesla: Nach Lieferschwierigkeiten gelang es dem US-Konzern, im September 2000 Fahrzeuge dort auszuliefern. Damit hat der Hersteller einen Marktanteil von über 40 Prozent, wenn es um reine Elektroautos in Norwegen geht. Das ist allerdings nur auf dem recht kleinen Markt in dem skandinavischen Land möglich, das auf rund 5,2 Millionen Einwohner kommt.

Der CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer ist dank der steigenden Elektrifizierung in Norwegen spürbar gesunken: Im Vergleich zum Vorjahr sank der Wert um 16 Gramm auf 55 Gramm pro Kilometer. Das ist der niedrigste Wert aller Zeiten im Land und direktes Resultat einer Verkehrspolitik, die sich der Abschaffung des Verbrennungsmotors verschrieben hat.

Selbst einzelne Städte haben es anderswo bislang nicht geschafft, die Elektro-Quote von Norwegen zu erreichen. Das Ziel des Landes ist allerdings noch höher: Alle Neuwagen sollen ab 2025 rein elektrisch sein. Der Tendenz folgend könnten die 90 Prozent bereits 2020 erreicht werden. Die nötige Infrastruktur ist bereits vorhanden und macht den Käufern den Wechsel damit deutlich einfacher.