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Neue Richtlinien des Play Store verbieten Krypto-Schürf-Apps

WIRED Staff 27.07.2018 Lesezeit 2 Min

Apple hat es vorgemacht, Google zieht nun nach. Nach den neuen Regeln dürfen Apps, die Kryptowährung schürfen, nicht mehr im Play Store angeboten werden. Ausnahmen gibt es dabei jedoch trotzdem.

Die Developer Content Policy, also die Regeln für App-Entwickler, wurden von Google aktualisiert. Nach den neuen Guidelines sind im Play Store keine Apps mehr erlaubt, die auf Geräten Kryptowährungen schürfen. Anwendungen, die lediglich zur Verwaltung von Geräten und Anwendungen dienen, die Kryptowährungen schürfen, sind weiterhin zulässig. Schon vor Kurzem hat Google auch Kryptowährungen-schürfende Apps aus dem Web Store für den Chrome-Browser entfernt. Apple hat eine ähnliche Richtlinie für seinen App Store bereits im Juni eingeführt.

Das bedeutet jedoch nicht das Aus für Mining-Apps. Wer ein Android-Smartphone besitzt, kann sich die Anwendungen auch als APK-Datei, etwa von den Herstellerseiten, herunterladen und auch ohne den Play Store installieren. Für iOS-Geräte ist dies allerdings nicht ohne weiteres möglich.

Abgesehen von den neuen Regeln für Krypto-Apps hat Google noch weitere Richtlinien erlassen. Ab sofort sind Apps nicht mehr erlaubt, die gezielt Kinder ansprechen, aber Erwachseneninhalte beinhalten. Ebenso stehen sämtliche Apps, die Minderjährige sexualisieren, auf der Streichliste. Auf diese Weise will Google den Play Store sicherer machen. Daher sollen auch Apps, die Hassrede, Gewalt, Selbstverletzungen oder Diskriminierung jeglicher Art propagieren, gesperrt werden. Auch Apps, die den Verkauf von Feuerwaffen, Sprengkörpern oder passendes Zubehör fördern, rücken in den Fokus der zu sperrenden Applikationen. Die neuen Richtlinien treten mit sofortiger Wirkung in Kraft.