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Erratet ihr, welche Popsongs in diesen Infografiken stecken?

Michael Förtsch 03.11.2016 Lesezeit 3 Min

Popmusik lässt sich auf vielfältige Weise analysieren und dekonstruieren. Die US-Grafikerin Katrina McHugh hat über 100 Tage hinweg verschiedenste Songs in kunstvolle Infografiken verwandelt. Dafür hat sie deren Aussagen einfach mal wörtlich genommen.

Vor einem Jahr hat die Künstlerin Elle Luna das 100-Day Project ausgerufen. Sie forderte Künstler und Kreative aus aller Welt dazu auf, über 100 Tage hinweg kleine Kunstwerke der immer selben Art zu erschaffen. Seien es Zeichnungen, Fotos, Videos oder Grafiken, die sich einem bestimmten Thema oder einer spezifischen Kunstform widmen. Für die US-Designerin Katrina McHugh klang das nach einer „spaßigen Ablenkung“ von der sonstigen Arbeit in ihrem Studio Flight Design – aber auch nach einer kreativen Fingerübung. Sie entschloss sich, für 100 Tage jeden Tag aufs Neue ein Infografik zu gestalten.

„Als ich vor Jahren einige alte Enzyklopädien von meinem Großvater erbte, war ich von den Diagrammen und wissenschaftlichen Illustrationen gefesselt“, sagt McHugh. „Aber einfach Infografiken zu gestalten, wäre etwas zu langweilig.“

Deswegen entschied sie, nicht reale Gegebenheiten oder tatsächliche Statistiken in ihren Illustrationen darzustellen. Stattdessen versuchte sie mit ihrem Projekt 100 Days of Lyrical Natural Sciences, die Titel und Aussagen bekannter Popsongs wörtlich zu nehmen, die sich auf metaphorische Weise der Natur oder den Naturwissenschaften widmen. Darunter Space Oddity von David Bowie, Chasing Waterfalls von TLC oder auch Rock Your Body von Justin Timberlake.

 

McHughs Interpretationen und Dekonstruktionen sind mal einfacher, mal schwieriger zu identifizieren aber durchgehend schön anzusehen. Für Ain't No Sunshine von Bill Withers illustrierte sie die durchschnittliche Sichtbarkeit der Sonne in einem einfachen Diagramm. Für Nothing Compares to You von Sinéad O'Connor arbeitete sie die Verteilung von sichtbarer Materie, dunkler Materie und dunkler Energie im Universum auf. Auf Basis der Zeile „Because I'm easy come, easy go. Little high, little low. Any way the wind blows doesn't really matter to me.“ aus Bohemian Rhapsody von Queen veranschaulichte die Grafikerin hingegen die Luftströmungen auf der Erdkugel.

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