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Nach Zoff mit Zuckerberg: Die Instagram-Gründer ziehen sich zurück

WIRED Staff 25.09.2018 Lesezeit 2 Min

Die Gründer von Instagram wollen den Facebook-Konzern verlassen. In den kommenden Wochen werden sie ihre Führungspositionen beim Foto- und Videoportal aufgeben. Schuld sollen Meinungsverschiedenheiten mit Mark Zuckerberg sein.

Vor sechs Jahren hatte Facebook das gehypte Start-up Instagram für rund eine Milliarde US-Dollar aufgekauft. Damit wurden auch die Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger übernommen, die die Weiterentwicklung und den Ausbau bis heute geführt haben. Nun haben Systrom und Krieger allerdings gemeinsam entschieden, das Unternehmen zu verlassen. In einem Blogeintrag heißt es, dass sie in den kommenden Wochen gehen werden, um eine Auszeit zu nehmen und „erneut unsere Neugier und Kreativität“ zu erforschen.

Laut Bloomberg sei das aber nur ein Teil der Wahrheit. Angeblich kam es aber zu Differenzen zwischen den Instagram-Gründern und dem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der sein persönliches Engagement auf der Fotoplattform ausweiten wolle, um das weitere Wachstum und eine stärkere Integration in Facebook zu forcieren. Die Instagram-Gründer sollen hingegen dafür gefochten haben, die weitgehende Eigenständigkeit von Instagram als Dienst und Marke zu bewahren.

Nicht der erste Weggang

Welche Projekte für Kevin Systrom und Mike Krieger als Nächstes anstehen, darüber gibt es bislang keine Auskünfte. Angeblich sollen jedoch mehrere Konzepte und Ideen, die beide unter der Facebook-Ägide entwickelten, blockiert, aufgegeben oder nicht fortentwickelt worden sein. Was nun für sie wichtig sei, wäre „zu verstehen, was uns inspiriert und es dann mit dem zu verbinden, was die Welt braucht: das ist unser Plan“, ließ Systrom verlauten. Mark Zuckerberg reagierte auf die Ankündigung mit einer Lobeshymne und beschrieb die beiden als „außergewöhnliche Führungspersönlichkeiten mit besonderen kreativen Talenten“ und wünschte ihnen „nur das Beste.“

In den vergangenen Jahren hat Facebook zahlreiche Führungspersönlichkeiten verloren. Darunter schon Brian Acton und Jan Koum, die Gründer von WhatsApp. Auch sie sollen nach einer Meinungsverschiedenheit mit Zuckerberg ihren Weggang beschlossen haben. Im Juni dieses Jahres hatte dann Kommunikationschef Elliot Schrage gekündigt. Danach haben Sicherheitschef Alex Stamos und Dan Rose, der Facebooks Partnerschaften mit Google und Apple schloss, angekündigt, ihre Positionen in absehbarer Zeit zu räumen. Ebenso war bekannt geworden, dass Netflix die PR-Chefin Rachel Whetstone von Facebook abgeworben hat.