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In den USA ist ein geheimes Elektroauto-Start-up aufgetaucht

Ben Hartlmaier 27.11.2018 Lesezeit 3 Min

Das kalifornische Start-up Rivian hat den elektrischen Pick-up R1T enthüllt. Das bislang unbekannte Unternehmen existiert bereits seit neun Jahren und hat potente Geldgeber aus Saudi-Arabien. Bis 2020 will es außerdem einen Elektro-SUV auf den Markt bringen.

Das Elektroauto-Start-up Rivian aus dem kalifornischen San Jose hat sich mit der Enthüllung des elektrischen Pick-ups R1T erstmals auf der LA Auto Show in Los Angeles der Öffentlichkeit präsentiert. Das Unternehmen wurde bereits 2009 vom MIT-Studenten R.J. Scaringe gegründet und konnte bislang 500 Millionen US-Dollar Investitionskapital generieren. Wie inc.com berichtet, sollen die ersten Autos 2020 vom Band laufen. Laut Unternehmensangaben sollen die stärksten Varianten des Fahrzeugs über 640 Kilometer (400 Meilen) weit mit einer Akkuladung fahren können. Zur Ausstattung gehören auch Automatisierungsfunktionen, die ein halb-autonomes Fahren ermöglichen sollen.

Neben dem Pick-up R1T soll außerdem das elektrische SUV R1S gebaut werden. Beide Modelle sollen in einem ehemaligen Mitsubishi-Werk in Normal im US-Bundesstaat Illinois hergestellt werden. Um profitabel produzieren zu können, wurde für den Pick-up und den SUV, sowie einen geplanten Crossover eine gemeinsame Plattform entwickelt, die bei Bedarf auch an andere Autohersteller weitergegeben werden kann. Rivian beschäftigt bereits über 600 Mitarbeiter in den USA. Zu den Investoren des Start-ups gehören unter anderem der saudi-arabische Automobilkonzern Abdul Latif Jameel und die japanische Unternehmensgruppe Sumitomo.

Massenware sollen die Elektroautos allerdings nicht werden. Der Hersteller will nur bis zu 50.000 Fahrzeuge im Jahr herstellen. Zum Vergleich: Tesla produziert mittlerweile über 80.000 Autos pro Quartal. Das spiegelt sich auch im avisierten Preis der elektrischen Pick-ups und SUVs: Je nach Ausstattung sollen die Autos zwischen 60.000 und 90.000 US-Dollar kosten. Ob und wann die E-Autos auch in Europa verkauft werden, ist derzeit nicht bekannt.