/Mobility

Das erste elektrische Motorrad von Harley-Davidson kommt 2019

WIRED Staff 09.11.2018 Lesezeit 3 Min

Der legendäre US-amerikanische Motorradhersteller hat schon länger über ein elektrisches Zweirad nachgedacht. Nun ist es soweit: Das LiveWire genannte Modell wurde auf der Motorradmesse EICMA in Mailand offiziell vorgestellt. Ab Januar 2019 soll man es bestellen können.

Das erste Mal, dass das elektrische Zweirad in Erscheinung trat, liegt bereits ein paar Jahre zurück. 2014 wurde ein früher Prototyp einer kleineren Zuschauerzahl präsentiert, um Feedback zu bekommen. Basierend auf den Rückmeldungen wurde das LiveWire seitdem weiterentwickelt. Nächstes Jahr soll es auf den Markt kommen. Auf der Mailänder Messe hielt sich Harley-Davidson mit Details zur konkreten Leistung oder zum Preis des Vehikels allerdings noch zurück. Alle Spezifikationen, die bekannt sind, beziehen sich daher noch auf den Prototypen. Dieser hatte eine Maximalgeschwindigkeit von 128 Kilometern pro Stunde und kam von 0 auf 100 in unter vier Sekunden.

Was schon jetzt bekannt ist: Das E-Motorrad soll einige smarte Features bekommen. So werden sich die meisten Anwendungen wie GPS oder auch die Musik über ein Infotainment-System per Touchscreen und Bluetooth-Funktion steuern lassen. Auch soll es möglich sein, zwischen verschiedenen Fahrmodi zu wählen.

Wie lange wird der Akku halten?

Weniger beeindruckend war beim Prototyp noch die Akkuleistung: Eine volle Batterieladung reichte gerade mal für etwa 88 Kilometer. Und selbst das nur im Stromsparmodus. Allerdings ist davon auszugehen, dass Harley-Davidson in den letzten vier Jahren Reichweite spürbar verbessern konnte. Die meisten Elektro-Motorräder knacken heutzutage ohne Probleme die 100-Kilometer-Marke. Das LiveWire wird außerdem mit aktuellen Schnellladesystemen kompatibel sein, um schnell weiterfahren zu können.

Das Einzige, worauf sich künftige Besitzer des Vehikels einstellen müssen: Der typische Sound einer Harley-Davidson wird wohl beim Fahren nicht zu hören sein. Laut Mark-Hans Richer, Marketing Chef von Harley dürfte das jedoch kein allzu gravierender Faktor sein. „So lange die gleiche emotionale Verbindung zum Gefährt besteht, kann der Sound auch ein anderer sein.” Oder um es mit dem Werbeslogan der Firma zu halten: Das lauteste, was der Biker hören werde, soll sein Herzschlag sein. Die LiveWire ist übrigens nur der Anfang. Bis 2022 will Harley-Davidson eine ganze Flotte an E-Motorrädern anbieten.