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Frankreichs Tabakläden wollen Bitcoin verkaufen

WIRED Staff 23.11.2018 Lesezeit 2 Min

Überall in Frankreich soll es ab Januar einfach werden, an Bitcoin, Ether und andere Kryptowährungen zu kommen. Denn dann sollen sich in vielen Tabakläden Coupons kaufen lassen, die bei der Exchange- und Wallet-Plattform KeplerK eingelöst werden können.

In rund 3.000 Geschäften soll im Januar das Projekt zum Kryptowährungsverkauf starten und dann landesweit ausgeweitet werden. Das hat jetzt die französische Banken- und Finanzaufsicht Autorité de contrôle prudentiel et de résolution genehmigt. Wie Venturebeat schreibt, können Kunden dann im Laden bis zu 250 Euro einzahlen und erhalten dafür Code-Karten, die sich auf der Exchange- und Wallet-Plattform von KeplerK einlösen lassen – und so zu Bitcoin oder Ether werden. Ganz ähnlich also wie es bereits mit Guthaben-Karten für Amazon und Videospielplattformen geht.

Mit dem Verkauf von Kryptowährungen wollen die 27.000 Mitgliedsgeschäfte der französischen Vereinigung der Tabakhändler Confédération Nationale des Buralistes vor allem eine neue Einkommensquelle erschließen. Allerdings dürfte es damit auch für viele Durchschnittsbürger deutlich einfacher werden, ins Geschäft mit Kryptowährungen einzusteigen — ganz gleich, ob sie damit spekulieren oder tatsächlich Zahlungen tätigen möchten.

Das Projekt steht durchaus im Einklang mit der französischen Politik und deren Einstellung zum Thema Blockchain: Diese ist laut der französischen Regierung nämlich eine Schlüsseltechnologie der Zukunft und sollte landesweit gefördert werden. Allerdings erleben die Kryptowährungen derzeit eine kleine Krise. Der Bitcoin-Kurs hatte in dieser Woche einen Tiefpunkt erreicht und dabei zahlreiche weitere Kryptowährungen mit hinabgerissen. Ebenso wird auch der stetig wachsende Energieverbrauch der Kryptowährungsnetze kritisiert. Erst kürzlich hatten Forscher berechnet, dass das Schürfen von einem US-Dollar in Bitcoin mehr Strom verbraucht, als es beim Gewinn von echtem Gold der Fall ist.