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Facebook verstärkt seine Blockchain-Anstrengungen

WIRED Staff 06.07.2018 Lesezeit 2 Min

Eine kleine Personalie verrät, wie wichtig Facebook seine Blockchain-Projekte sind: Der bisherige Director of Engineering, Evan Cheng, ist laut seinem öffentlichen Profil nun Director of Engineering, Blockchain. Beobachter sehen darin einen weiteren Schritt des Sozialen Netzwerks in Richtung der Technologie.

Chengs Karriereschritt hin zu Facebooks Blockchain ist nicht die erste Personalie im Konzern, die für die Wichtigkeit des Blockchain-Projekts spricht, schreibt TechCrunch: Zuletzt hatte im Rahmen einer Neuverteilung von Rollen auf der Führungsetage der Vice President of Product, Kevin Weil, den neuen Posten als Vice President of Product, Blockchain erhalten. Davor war der Messenger-Chef David Marcus zum Leiter der Blockchain-Entwicklung bei Facebook geworden.

Die Personalentscheidungen bei Facebook sprechen aus Sicht von Beobachtern dafür, dass der Konzern große Pläne für die Blockchain hat: Cheng etwa hat Erfahrung mit der Skalierung von Software-Projekten. Somit könnte die Sache bereits über ein reines Ausprobieren hinausgewachsen sein: Möglicherweise plant Facebook bereits konkrete Produkte und Dienstleistungen, die mit der Blockchain realisiert werden sollen. Aufgrund der Geheimhaltung durch den Konzern sind allerdings noch keine Details an die Öffentlichkeit geraten.

Facebook-Geschäftsmodell und Blockchain passen eigentlich nicht zusammen

Bereits Anfang des Jahres hatte Mark Zuckerberg verkündet, sich in diesem Jahr mit der Blockchain und möglichen Anwendungsmöglichkeiten für sein Unternehmen befassen zu wollen. Die Problematik für Facebook ist dabei allerdings, dass die mögliche Dezentralisierung von Informationen und Macht mit dem aktuellen Geschäftsmodell des Sozialen Netzwerks kaum in Einklang zu bringen ist. Denkbar wären allerdings viele praktische Einsatzmöglichkeiten, wie auch andere Unternehmen sie bereits durchführen. Am Ende könnte sogar eine Facebook-eigene Kryptowährung entstehen. Werbung für solche Produkte erlaubt das Soziale Netzwerk ja inzwischen wieder.