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Elon Musk und der Chef von Uber werden Trump-Berater

15.12.2016 Lesezeit 3 Min

Der Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk wird Teil von Donald Trumps „Strategic and Policy Forum“ sein. Andere Namen auf der Liste: Uber-CEO Travis Kalanick und Indra Nooyi von Pepsi.

Elon Musk (Tesla, SpaceX), Travis Kalanick (Uber) und Indra Nooyi (Pepsi) werden Berater von Donald Trump. Laut einer Pressemitteilung des Trump-Teams werden sie zusammen mit anderen Firmenchefs und -gründern Teil des Strategic and Policy Forums des künftigen US-Präsidenten sein.


Auf der Liste stehen außerdem unter anderem Bob Igner von Disney, Mary Barra von General Motors und Jamie Dimon von JPMorgan Chase. Die Beratergruppe soll Trump, der am 20. Januar ins Amt eingeführt wird, Einsichten in Industrie und Privatwirtschaft liefern.

Die Pressemitteilung kam von der Website PTT.gov, wo Interessierte sich für Jobs in der Trump-Administration bewerben und sich über Karrierechancen informieren können. Dort heißt es: „Das Forum, dass sich aus einigen der angesehensten und erfolgreichsten Wirtschaftsführer Amerikas zusammensetzt, ist dazu aufgerufen, sich regelmäßig mit dem Präsidenten zu treffen und sein Wissen und seine Erfahrung mit dem Präsidenten zu teilen, während er seine Agenda für die Wirtschaft umsetzt.“ Den Vorsitz wird Stephen A. Schwarzman haben, CEO und Mitgründer von Blackstone.

Trump hatte das Strategic and Policy Forum Anfang des Monats ins Leben gerufen und die ersten 16 Mitglieder bekanntgegeben. „Amerika hat die innovativsten und dynamischsten Unternehmen und die Pioniere und CEOs, die sich diesem Forum heute anschließen, sind die besten auf ihrem jeweiligen Gebiet“, sagte der designierte US-Präsident. „Meiner Regierung wird mit der Privatwirtschaft zusammenarbeiten, um das Geschäftsklima zu verbessern und es für Firmen attraktiver zu machen, in den Vereinigten Staaten neue Jobs zu schaffen, vom Silicon Valley bis ins Heartland.“

Elon Musk hatte bislang einen sehr klaren Standpunkt zum Klimawandel, der dem von Trump völlig widerspricht. Bei einem Event in Paris sagte Musk im vergangenen Jahr, der Klimawandel könnte „zu schlimmerer Zerstörung führen als alle Kriege zusammen“. Mit Tesla, Solar City und seinen „Gigafactories“ arbeitet der Milliardär an erneuerbaren Energielösungen, um den „unausweichlichen“ Schritt weg von fossilen Brennstoffen zu schaffen.


Im Gegensatz dazu hat Trump in der Vergangenheit verlauten lassen, der Klimawandel sei ein von China erdachter Hoax, im Mai drohte er gar, das Pariser Klimaabkommen „aufzukündigen“. Er ist gegen Umweltschutzregeln, mit dem Argument, sie seien schlecht für die Wirtschaft. Trump will außerdem die Mittel der US-Umweltbehörde EPA drastisch kürzen und hat dafür Myron Ebell, einen bekannten Klimawandel-Skeptiker, in sein Transition Team geholt.

Mit SpaceX arbeitet Musk eng mit der NASA zusammen, zum Beispiel bei den Versorgungsmissionen für die Internationale Raumstation. Er will die Raumfahrt und damit letztlich auch den Weltraumtourismus erschwinglicher machen. Trump sagte im Wahlkampf hingegen, er wolle „die NASA von der Beschränkung befreien, vorrangig eine Logistikbehörde für den niedrigen Erdorbit zu sein“.

„Stattdessen werden wir uns wieder auf die Erkundung des Weltraums konzentrieren. Unter meiner Regierung werden Florida und Amerika der Welt den Weg zu den Sternen weisen“, so Trump. Er glaube an ein „stark ausgebaute“ Partnerschaft von Regierung und Privatwirtschaft, um Investments in die Raumfahrt zu erhöhen und Wachstum auf diesem Gebiet zu fördern. „Die Erkundung unseres gesamten Sonnensystems bis zum Ende dieses Jahrhunderts sollten Fokus und Ziel der NASA sein“, findet der künftige US-Präsident.


Dieser Artikel erschien zuerst bei WIRED.uk
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