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Tesla-Chef Elon Musk legt sich schon wieder mit der US-Börsenaufsicht SEC an

WIRED Staff 05.10.2018 Lesezeit 2 Min

Mal wieder sorgt ein Tweet des Tesla-Chef für Unruhe: Elon Musk unterstellt der amerikanischen Behörde darin indirekt, mit Spekulanten zusammenzuarbeiten. Der Aktienkurs von Tesla fiel nach dem Tweet.

Die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission, kurz SEC, hatte den Tesla-CEO wegen Wertpapierbetrugs angeklagt. Der Grund dafür: Per Twitter hatte Musk angekündigt, Tesla vom Aktienmarkt nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei gesichert, behauptete er. Die Tesla-Investoren waren im Vorfeld nicht informiert. Wenig später machte Musk einen Rückzieher. Tesla solle doch an der Börse bleiben, hieß es plötzlich. Das Hin und Her führte zu einem kurzzeitigen Sturz der Aktie und damit zu einem Schaden der Investoren. Das rief die SEC auf den Plan.

Ende September hatten sich die Behörde und das Unternehmen bereits außergerichtlich geeinigt: Weder Tesla und Musk würden mit dem Vergleich ein Fehlverhalten eingestehen. Trotzdem müssten sie Geld zahlen, jeweils 20 Millionen US-Dollar. Weiterhin müsste Elon Musk für drei Jahre seinen Posten als Aufsichtsratschef abgeben, dürfte im Gegenzug aber Vorstandsvorsitzender von Tesla bleiben. Ein neues Komitee solle kontrollieren, dass Musk vernünftig mit der Öffentlichkeit kommuniziert.

Damit der Vergleich tatsächlich rechtskräftig wird und sich die Anklage damit erledigt, müssen sowohl Musk als auch die SEC den Vergleich bis zum 11. Oktober begründen. Das forderte eine Bundesrichterin. Doch anstatt die Sache stillschweigend aus der Welt zu schaffen, machte der Tesla-Chef jetzt seinem Unmut über die SEC per Twitter Luft.

Aktionäre beschweren sich bei Musk

In seinem Tweet unterstellte er, dass das Kürzel SEC für Shortseller Enrichment Commission stünde, und dieser Name auch sehr gut zur Behörde passe. Somit sagt er zwischen den Zeilen, die Börsenaufsicht würde durch ihre Entscheidungen gegen seine Person dafür sorge, dass Shortseller, also Spekulanten, die gegen Tesla-Aktien wetten, profitieren. Nach dem Tweet verlor die Aktie von Tesla nachbörslich 2,1 Prozent. Auf Twitter beschwerten sich einige Aktionäre bei Musk und baten ihn, mit derartigen Tweets aufzuhören, damit das Wertpapier nicht noch mehr Kursverluste erleiden muss.