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E-Tankstellen: Telekom plant einheitlichen Tarif für Ladesäulen

WIRED Staff 04.12.2018 Lesezeit 2 Min

Nach dem Start eines eigenen Ladesäulennetzes führt die Deutsche Telekom noch im Dezember einen einheitlichen Ladetarif für E-Autos ein. Das Angebot beinhaltet auch die Ladestellen von Drittanbietern. Die Abrechnung erfolgt allerdings nicht pro Energieeinheit sondern pro Lademinute.

Wer sein Elektroauto bislang an einer öffentlichen Ladestation auflädt, zahlt in der Regel pro Kilowattstunde einen festgelegten Cent-Betrag. Nicht so im neuen Tarif Telekom Ladestrom, den der Provider am 17. Dezember 2018 bundesweit einführen will: Hier zahlen Nutzer pro Minute, die ein Fahrzeug am Stecker hängt. Eine Grundgebühr gibt es nicht, wie unter anderem Golem berichtet. Der Nachteil: Der Preis ist unabhängig von der Ladegeschwindigkeit der Säulen. Nutzer einer schnelleren Ladesäule zahlen somit voraussichtlich weniger pro Energieeinheit. Schnellladesäulen sind in Deutschland allerdings stark in der Unterzahl im Vergleich zu herkömmlichen Ladesäulen. Der Preis soll im Telekom-Tarif vier Cent pro Minute betragen, bis zum 31. März 2019 gilt ein günstigerer Einstiegstarif von zwei Cent pro Minute.

Die Anmeldung an den Ladesäulen funktioniert über eine RFID-Karte. Anschließend kann der Ladevorgang mit einer speziellen Telekom-App gestartet und auch wieder beendet werden. Der Tarif der Telekom umfasst nicht nur hauseigene Ladesäulen, sondern auch Stromtankstellen einiger Drittanbieter. So sind unter anderem Hubject, En-BW, Innogy, Allego, Eon und Ionity mit an Bord. Insgesamt sollen 80 Prozent der öffentlichen Ladeangebote mit dem Angebot der Telekom abgedeckt werden. Eine Ladekarte soll den Kunden dabei helfen, die nächste Station zu finden. Die Registrierung für den Tarif ist ab sofort möglich.

Im November hatte die Telekom mit dem Betrieb eigener Ladestationen begonnen. Dabei greift der Konzern auf die eigene Infrastruktur zurück, indem er die vorhandenen Verteilerkästen aufrüstet. Das Netzwerk an Schnelladestationen soll dabei stark ausgebaut werden, innerhalb der nächsten drei Monate ist der Bau von 100 Stationen geplant, innerhalb der nächsten drei Jahre sollen diese auf rund 500 Stück erhöht werden