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Dieses coole Elektro-Muscle-Car ist ein Peugeot

Michael Förtsch 21.09.2018 Lesezeit 3 Min

Peugeot hat einen der schnittigsten Elektrowagen entworfen, den es derzeit zu sehen gibt. Denn der ist ein elektrisches Muscle Car, das 600 Kilometer schaffen soll und sich kabellos laden lässt.

Klein, günstig und sauber: Bereits 2016 hatte Peugeot den E-Kleinwagen iOn auf den Markt gebracht, der bis zu 150 Kilometer weit kommt. Er war eines der ersten in der Breite produzierten Elektroautos eines europäischen Herstellers aber nicht gerade ein Fahrzeug, das einen Eindruck hinterlässt. Das soll mit dem Peugeot e-Legend Concept definitiv anders sein. Denn damit präsentiert der französische Automobilproduzent im Vorlauf des Pariser Autosalon einen Wagen, wie man ihn eigentlich von einem US-Fabrikanten erwarten würde. Denn der e-Legend ist ein elektrisches Muscle Car.

Auch wenn der Wagen mit seinen großen Radkästen, der langen Motorhaube und dem Stummelheck zunächst an einen Ford Mustang oder einen Camaro denken lässt, soll er doch eigentlich vom Peugeot 504 Coupé inspiriert sein. Und tatsächlich lässt sich in den Doppelscheinwerfern, der scharfen Linienführung und der vergleichsweise kompakten Form der französische Mittelklassesportler aus den 60er- und 70er-Jahren erkennen. Technisch hat der e-Legend aber nichts mit dem Vorbild gemein.

Im Inneren ziemlich retro

Angetrieben wird der 4,65 Meter lange und 1,93 Meter breite Zweitürer von einem Elektromotor je Achse, die zusammen 426 PS leisten. In weniger als vier Sekunden schaffe er es damit von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde. Die Spitzengeschwindigkeit wird auf 220 Kilometer pro Stunde beschränkt – theoretisch wäre weit mehr drin. Mit einem 100 Kilowattstunden-Akku sollen rund 600 Kilometer machbar sein. Aufgeladen werden könne kabellos via Induktion – und zwar auf 500 Kilometer in 25 Minuten. Gefahren werden kann, wenn gewünscht, selbst. Aber natürlich könne der Wagen auch vollkommen autonom dahin flitzen.

Der Innenraum soll hingegen einen gewissen Retro-Charme versprühen. Das bedeutet vor allem viel Holz, Velours und Samt. Auch die in das Armaturenbrett und den Rest des Wagens verbauen Bildschirme – 16 sollen es insgesamt sein – imitieren verschiedene Materialien, so dass sie unsichtbar sind, bis sie gebraucht werden. Darunter je ein ein 29-Zoll-Bildschirm in jeder Tür und 12-Zoll-Displays in den Sonnenblenden. Dass der Wagen so auf den Markt kommt, ist eher unwahrscheinlich. Jedoch wäre er eine wünschenswerte Abwechslung zu all den Elektro-SUVs, die in den kommenden Jahren die Straßen erobern sollen.