Diese 8 Start-ups wollen mit ihren Elektro-Tretrollern in Deutschland starten

Gründerszene 24.11.2018 Lesezeit 4 Min

Elektrische Kickscooter sollen ab 2019 auch hierzulande zugelassen sein. Zahlreiche Anbieter warten nur darauf, ihre Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Wir stellen euch acht Start-ups vor, die sich auf den Marktstart in Deutschland vorbereiten.

Voi: Bei dem schwedischen Start-up ging es Schlag auf Schlag. Das im Mai 2018 gegründete Unternehmen hat ein halbes Jahr später nach eigenen Angaben in Stockholm, Madrid, Zaragoza und Malaga bereits tausende E-Tretroller auf die Straße gebracht und etwa 120.000 Nutzer. Im November vermeldete das Sharing-Start-up eine achtstellige Finanzierung von namhaften Investoren. Sobald die Genehmigung für die neue Fahrzeugklasse in Deutschland durch ist, will das Startup auch auf den hiesigen Markt kommen.

Tier Mobility: Die E-Tretroller dieses Berliner Start-ups stehen bisher nur in der österreichischen Hauptstadt Wien. Trotzdem finanzierten namhafte Investoren das Unternehmen mit 27 Millionen Euro. In zwei schnell aufeinanderfolgenden Finanzierungsrunden beteiligten sich Northzone, Point Nine Capital und Speedinvest. Hinter Tier Mobility stecken bekannte Gesichter: Rebuy-Gründer Lawrence Leuschner gründete das Startup gemeinsam mit Julian Blessin, der vorher den Roller-Sharing-Anbieter Coup mit aufgebaut hat.

Wind.co: Dieses ebenfalls aus Berlin stammende Start-up hat bereits reichlich Kapital eingesammelt, um in Deutschland 2019 einen Sharing-Service mit elektrischen Rollern aufzubauen. An der 19-Millionen-Rundehat sich unter anderem HV Holtzbrinck Ventures beteiligt. Anders als die Konkurrenz setzt das Start-up auf Wechsel-Akkus, damit die Roller bei der nächtlichen Wartung nicht eingesammelt und geladen werden müssen.

MyTaxi: Auf der Konzernseite wagt sich die Daimler-Unternehmenstochter MyTaxi auf den E-Scooter-Markt. Noch in diesem Jahr werde man in einem südeuropäischen Land Kickroller des Herstellers Segway aufstellen, kündigte Geschäftsführer Eckart Diepenhorst im Oktober an. Wenn es gut läuft, sollen weitere Regionen folgen.

Go Flash: Auch dieses Berliner Start-up will seit diesem Jahr auf dem Sharing-Markt für elektrische Tretroller mitmischen. Zu dem Unternehmen ist bislang wenig bekannt – nur so viel: Gründer ist Lukasz Gadowski, der vorher Delivery Hero und Team Europe mit aufgebaut hat. Der VC Target Global soll an Go Flash beteiligt sein.

Spin: Dieses E-Tretroller-Start-up hat zwei Jahre nach dem Start seinen Exit hingelegt: Der Autobauer Ford kaufte die US-amerikanische Firma im November. Der Kaufpreis soll bei 40 Millionen US-Dollar gelegen haben. Spin war 2016 als Bike-Sharing-Startup in den Markt eingetreten, fokussiert sich nun aber auf E-Tretroller, die es auf Uni-Geländen und in Städten aufstellen will. Nächster Schritt: Europa.

Bird: Stolze 363 Millionen Euro (415 Millionen US-Dollar) sammelte das US-Sharing-Start-up Bird bisher von Investoren ein – dabei wurde es erst 2017 gegründet. Seitdem hat Bird seine elektrischen Tretroller in 30 Städten in den USA aufgestellt sowie in Paris. Die Präsenz in der französischen Metropole soll der Startschuss für eine europaweite Expansion sein, hieß es im August vom Startup.

Lime: Mit Millionen finanziert ist auch dieses US-Start-up. Insgesamt 409 Millionen Euro (467 Millionen US-Dollar) sammelte es laut Crunchbase bisher ein. Seit 2017 ist die Firma mit einem Fahrrad-Sharing-Service auf dem Markt, 2018 kamen E-Tretroller hinzu. In Europa gibt es die Lime-Scooter bisher nur in Paris und Zürich. In der Schweiz musste das Start-up einen Teil seiner Roller-Flotte allerdings wenige Monate nach dem Start wieder einziehen, da die Fahrzeuge defekt waren. Inzwischen wurden sie durch ein Modell des Herstellers Segway ersetzt.

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