/Weltraum

Keine Signale mehr an die Erde: Die NASA-Sonde Dawn ist tot

WIRED Staff 02.11.2018 Lesezeit 2 Min

Wie von der NASA erwartet wurde, ist der Kontakt zur Raumsonde Dawn abgerissen: Das Projekt zur Erforschung des Asteroidengürtels zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter ist damit offiziell beendet. Die gesammelten Daten werden die Wissenschaftler allerdings noch für Jahre beschäftigen.

Elf Jahre nach ihrem Start ins All ist das Leben der Sonde Dawn vorbei. Wie das Jet Propulsion Laboratory der NASA schreibt, befindet sich das tote Raumfahrzeug im Orbit um den Zwergplaneten Ceres, den es zuletzt erforscht hat. Es wird vermutlich noch einige Jahrzehnte dort lautlos kreisen. Vor Ceres hatte die Sonde den Zwergplaneten Vesta umkreist und dort ebenfalls wertvolle Daten gesammelt. Die Erforschung des Asteroidengürtels gibt nicht nur Informationen zu dessen Entstehung preis, sondern führt auch zu neuen Erkenntnissen über die Frühphase unseres Sonnensystems.

Am Donnerstag, dem 31. Oktober, kam zur regulären Kommunikationszeit keine Meldung von Dawn über das Deep Space Network der NASA. Auch am 1. November kam kein Kontakt zustande. Daraus schloss das Team am Boden, dass die Sonde den letzte Rest Treibstoff aufgebraucht hat und sie sich damit nicht für die Kommunikation mit der Erde ausrichten konnte. Ohne den Hydrazin-Treibstoff für die Manöverdüsen kann Dawn weder die Parabolantenne auf die Erde ausrichten, noch ihre Solarzellen in die Sonne drehen.

Daten für die Wissenschaft

Wie so oft in der Raumfahrt beginnt die Arbeit der Wissenschaftler auf der Erde jetzt erst richtig: Selbst in Jahrzehnten werden die gesammelten Daten mit immer neuen Analysen wichtige Erkenntnisse liefern. Dawn hatte mehrere Messgeräte an Bord: eine Kamera, ein Spektrometer für sichtbare und infrarote Wellenlängen, ein Gammastrahlen- sowie ein Neutronenspektrometer und ein Gravitationsmessgerät. Anders als Sonden wie Cassini oder Rosetta endete Dawn die Mission nicht mit einem geplanten Absturz. Der Orbit hält laut Experten zwischen 20 und 50 Jahren, bevor die Sonde vermutlich mit Ceres kollidiert.