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Das Elektroauto-Start-up Rivian hat sein SUV vorgestellt

WIRED Staff 28.11.2018 Lesezeit 3 Min

Das US-Start-up Rivian hat auf der Los Angeles Auto Show mit dem SUV R1S sein zweites Modell vorgestellt. Das Auto soll Ende 2020 auf den Markt kommen und bringt eine Menge Leistung und Platz für bis zu sieben Fahrgäste mit.

Nach der gestrigen Enthüllung eines elektrischen Pick-ups, hat das Elektroauto-Startup Rivian auf der LA Auto Show in Los Angeles nun auch das vollelektrische Sport Utility Vehicle (SUV) R1S vorgestellt. Äußerlich erinnert das Fahrzeug an die Benzinerkonkurrenz von Land Rover und Jeep. Die Basisvariante soll 400 PS Motorenleistung mitbringen, weitere Varianten haben 700 oder 750 PS, schreibt The Verge. Je nach Version soll die Reichweite stark variieren: Der Akku der günstigsten Version umfasst eine Kapazität von 105 Kilowattstunden und soll damit auf rund 340 Kilometer Reichweite kommen. Die teuerste Ausstattung beinhaltet einen 180-Kilowattstunden-Akku und steigert die Reichweite auf rund 600 Kilometer. Im Innenraum finden bis zu sieben Personen Platz.

Schafft Rivian seine selbstgesetzte Deadline von 2020 für den Marktstart seiner jetzt vorbestellbaren Fahrzeuge, würde das Startup seine E-Autos noch vor Teslas Pick-up-Truck an Kunden liefern. Der Pick-up R1T, den Rivian bereits gestern vorgestellt hatte, steht in direkter Konkurrenz zu Teslas geplantem Elektro-Pick-up. Tesla-CEO Elon Musk hatte bereits auf Twitter gefragt, was für Features sich Kunden bei einem Truck aus seiner Fabrik wünschen würden und war dabei auf viel Gegenliebe seiner Follower gestoßen — ähnliche Features bietet Rivian allerdings ebenfalls an.

Bei Geländelimousinen wie dem Rivian R1S ist der Konkurrenzdruck allerdings größer als im Pick-up-Segment: Der Jaguar I-Pace ist bereits in der Fertigung, ebenso der Audi e-tron. Auch Daimler plant mit dem EQC für das Jahr 2020 ein Fahrzeug in diesem Segment. Aus Fernost kommen ebenfalls SUVs mit Elektroantrieb, die hier um den gleichen Kundenpool werben werden.

Beide Rivian-Modelle sollen in einem ehemaligen Mitsubishi-Werk im US-Bundesstatt Illinois hergestellt werden und teilen sich eine Produktionsplattform. Zu den Investoren des Start-ups gehören unter anderem der saudi-arabische Automobilkonzern Abdul Latif Jameel und die japanische Unternehmensgruppe Sumitomo.