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Boston Dynamics: Atlas und Spot haben neue Tricks drauf

WIRED Staff 12.10.2018 Lesezeit 2 Min

Der Roboterentwickler Boston Dynamics hat zwei Videos veröffentlicht, die neue Fähigkeiten seiner mechanischen Helfer demonstrieren. Der humanoide Atlas kann gleich einem Sportler über Hindernisse hinweg hüpfen. Der vierbeinige Spot hingegen kann sich auf Baustellen orientieren – und könnte bald als Robo-Wachhund agieren.

Beim Anblick des Roboters Atlas im neuen Video von Boston Dynamics können einem Durchaus Szenen aus der – recht grausigen – Asimov-Verfilmung I, Robot oder der Terminator-Reihe durch den Kopf schießen. Denn in dem bewegt sich der wuchtige Zweibeiner erschreckend elegant und agil. Er hüpft über einen Baumstamm und hopst dann gleich einem Parkour-Sportler mit Pendelsprüngen mehrere Stufen aus Holzkisten hinauf – und das ohne zu taumeln und zu straucheln. Mit diesen Fähigkeiten soll Atlas irgendwann bei Such- und Rettungseinsätzen in unebenem Gelände helfen. Aber: Auch als Wach- und Militär-Roboter könnte er Dienst tun. Denn nicht umsonst wird seine Entwicklung von der Militärforschungsbehörde DARPA unterstützt.

Auch zu Spot, dem vierbeinigen Roboter der Entwickler aus Waltham, Massachusetts, gibt es ein neues Video, das neue Fähigkeiten zeigt – und vor allem seine kommerzielle Nutzbarkeit beweisen soll. Hier patrouilliert der Roboter als Wachhund in Rohbauten auf verschiedenen Baustellen, weicht Hindernissen wie Kisten und Werkzeugen aus, beachtet Absperrbänder und läuft ein Treppenhaus hinauf – und im Rückwärtsgang wieder hinunter. Offenbar wurde der Robo-Hund mit einer zusätzlich aufgesteckten Sensorkaskade am Heck erweitert, um den Rundumblick für diese Umgebung zu verbessern. Dazu fährt Spot den auf dem Rücken montierten Greifarm aus, um bestimmte Stellen genauer zu observieren.

Derzeit arbeitet Boston Dynamics darauf hin, Spot ab 2019 in Serie zu produzieren und im zweiten Halbjahr als kommerzielles Produkt anzubieten – vor allem als Nachtwächter für Betriebsgelände, Büros oder eben Baustellen soll er geeignet sein. Bereits jetzt wären zehn Vor-Serien-Prototypen fertig und im Testeinsatz.