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Autonome Drohnen sollen Vögel von Flughäfen vertreiben

WIRED Staff 08.08.2018 Lesezeit 2 Min

Eine Gruppe von Forschern der kalifornischen Elite-Universität CalTech arbeitet an einem Programm, mit dem autonome Drohnen Vogelschwärme von kritischen Orten vertreiben können, ohne sie aufzuschrecken. Das soll die Sicherheit von Flughäfen erhöhen. Außerdem könnten die Leben vieler Vögel gerettet werden.

Vögel können Flugzeuge bei Start und Landung zum Absturz bringen, sollten sie in eines der Triebwerke geraten. Deshalb wollen die Entwickler die Tiere von den Enden der Start- und Landebahnen fernhalten, indem sie sie von intelligenten Drohnen wie von einem Hütehund leiten lassen, schreibt TechCrunch. Dabei nutzen die Forscher das Schwarmverhalten der Tiere aus. Deswegen lassen sie sich nämlich in großer Zahl gezielt abdrängen — zumindest dann, wenn die Drohnen genau die richtige Position finden.

Das Team um Soon-Jo Chung von der CalTech bringt seinen Drohnen bei, den richtigen Abstand zu den Vögeln zu wahren: Zu weit weg reagieren die Tiere nicht auf den Eindringling im Luftraum, zu nah dran geraten sie in Panik und der Schwarm zerstreut sich. In der korrekten Distanz aber lassen sich die Vögel mit einer oder mehreren Drohnen in ihren Flugbewegungen so lenken, dass sie den Jets nicht mehr in die Quere kommen. Durch die Technik könnten also auch viele Vogelleben gerettet werden.

Bisherige Lösungsansätze waren aus Kostengründen schwer auf größere Flächen anzuwenden: Manuell geflogene Drohnen sind teuer im Betrieb und der Einsatz von Greifvögeln zur Abschreckung ist zwar effektiv, funktioniert aber nur sehr lokal und es gibt im Zweifelsfall nicht genug Falkner. Mit der autonomen Drohnenmethode könnte sich auch ein größerer Luftraum automatisiert schützen lassen — sind weitere Tests erfolgreich, könnte dies zum weltweiten Standard auf Flughäfen werden.