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Amazon ist erstmals über eine Billion Dollar wert

WIRED Staff 05.09.2018 Lesezeit 2 Min

Nach Apple schafft es mit Amazon nun der zweite Konzern, einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar zu erreichen. Damit ist das Unternehmen mehr wert, als die zwölf wertvollsten DAX-Unternehmen zusammen.

Der US-Onlinehändler und Tech-Konzern Amazon erreichte kurzzeitig einen Börsenwert von über einer Billion US-Dollar und einen neuen Höchstwert von 2050,50 Dollar pro Aktie. Damit brauchte Amazon gerade mal 165 Handelstage, um den Sprung von 600 Milliarden zur Billionenlinie zu schaffen, wie das Wall Street Journal berichtet.

Offenbar sind die Investoren angesichts der zuletzt durchweg positiven Quartalszahlen sehr zufrieden mit Amazon, was sich nun im neuen Börsenhöchstwert des Unternehmens widerspiegelt. 2018 erweist sich bislang als äußerst erfolgreich für Amazon, dessen Aktienwert in diesem Jahr bislang schon um knapp 75 Prozent gestiegen ist. Apple schlug Amazon allerdings knapp und konnte bereits am 2. August die Billionengrenze überschreiten.

Allerdings sind auch andere Tech-Unternehmen nicht weit davon entfernt, diesen Börsenwert zu erreichen. Die Google-Mutterfirma Alphabet Inc. ist nahe 900 Milliarden US-Dollar, genauso wie Microsoft. Nur Facebook ist mit etwa 600 Milliarden US-Dollar noch deutlich abgeschlagen, was vermutlich nicht zuletzt an den vermehrt aufkommenden Skandalen liegt. Auch den Chef von Amazon, Jeff Bezos, dürften diese Nachrichten freuen, schließlich gehören ihm knapp 16 Prozent des Unternehmens. Bezos ist derzeit der reichste Mann der Welt, mit einem geschätzten Vermögen von 155 Milliarden Dollar.

Amazon ruht sich allerdings nicht auf seinen Erfolgen aus, sondern investiert stets in neue Märkte. So kaufte der Konzern 2017 die Supermarktkette Whole Foods für 13,7 Milliarden US-Dollar auf, um damit auch im Lebensmitteleinzelhandel einzusteigen. Mit den Amazon-Go-Shops schuf der Onlineversandhändler zudem die ersten Geschäfte, die komplett ohne Kasse auskommen. Die größten Einnahmen jedoch stammen bislang immer noch aus dem digitalen Bereich: Die Amazon Web Services, die für Cloud-Dienstleistungen stehen, sorgten zuletzt für 55 Prozent des Betriebsgewinns.