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Studie „Digital in 2017“: So sind die Deutschen im Internet unterwegs

27.01.2017

Wie „online“ sind die Deutschen und was machen sie im Internet? Einmal im Jahr zeigt das die Digital-Studie von We Are Social im Auftrag von Hootsuite. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse für euch vorab zusammengefasst. Zum Beispiel: Es scheint eine Spaltung in der Online-Bevölkerung zu geben.

Für ihre Studie Digital in 2017 haben die Forscher von We Are Social Informationen aus zahlreichen Quellen zusammengetragen, unter anderem von den Vereinten Nationen und aus sozialen Netzwerken von Facebook bis VKontakte. Dazu kamen Datenbanken wie Similarweb und Ericsson Data. Herausgekommen ist ein genaues Bild unseres Online-Verhaltens. Es zeigt zum Beispiel, dass unsere digitale Gesellschaft viel leiser ist, als man es erwarten würde. WIRED durfte den Report, der am kommenden Montag erscheint, vorab einsehen. Hier die interessantesten Ergebnisse:

Das Internet durchdringt jeden unserer Lebensbereiche. Mit einer Auslastung von knapp 90 Prozent kann man getrost sagen: Mittlerweile ist im Grunde die gesamte deutsche Bevölkerung online. Weniger als die Hälfte allerdings ist in den sozialen Netzwerken aktiv. Im deutschen Netz gibt es also eine Mehrheit, die sich nicht am öffentlichen Netzdiskurs beteiligt.

Wir sind nicht nur fast alle online, wir sind es auch lange. Knapp fünf Stunden Desktop-Internet am Tag, dazu noch über eine Stunde Mobile. Auch hier wieder auffällig: Von durchschnittlich sechs Stunden Online Zeit verbringen wir nur eine in den sozialen Netzwerken.

Wir benutzen noch immer sowohl Computer als auch Smartphone – und die Verbindungsgeschwindigkeit nimmt sich nicht viel. Die Geschwindigkeiten, mit denen wir uns online bewegen, haben jedenfalls noch Luft nach oben.

Hier noch einmal genau aufgeschlüsselt: Was machen wir auf welchem Device? Sieht ziemlich ausbalanciert aus. Dennoch, bei Büroaufgaben wie Recherche und E-Mail-Check greifen wir noch immer lieber zum Computer als zum Smartphone. Wenn es um die Facebook, Snapchat und Co. geht, ist es umgekehrt.

Wer hätte das gedacht? Fast 40 Prozent der Internet-User schauen sich hierzulande keinerlei Online-Videos an. Sie sind wohl auf niedlichen Katzchenbildchen hängengeblieben und brauchen nichts anderes. Immerhin: Ein Viertel besucht jeden Tag YouTube und Co.

Netflix bringt das Ende des Fernsehens? Diese Frage ist mittlerweile auch in der letzten Feuilleton-Redakion Deutschlands mindestens einmal diskutiert worden. Aber: Wir schauen tatsächlich immer noch fern, vor allem auf dem Fernseher selbst – und nur 20 Prozent unserer TV-Zeit verbringen wir mit Streaming-Diensten. Jungle Camp: 1, Amazon Prime: 0.

Gar nicht mal so viele von uns nutzen die sozialen Netzwerke, auch nur ein Viertel schaut online Videos und alle glotzen Fernsehen. Die, die dann doch online konsumieren, sind vor allem auf YouTube. Tumblr landet auf dem letzten Platz.

Wir shoppen gerne online. Über 70 Prozent haben in den vergangenen 30 Tagen etwas online bestellt. Dabei trauen wir vor allem dem Labtop, ein guter Kauf will ja auch auf dem großen Bildschirm begutachtet werden.