Zusätzlich zum gedruckten WIRED wird es ab 8.9. ja auch eine iPad-App geben. An der wird zeitgleich gewerkelt und natürlich wird sie neben den Magazin-Inhalten eine Reihe von Zückerchen enthalten: Videos, zum Beispiel, und interaktive Grafiken.
Das Feld der iPad-Magazin-Apps ist noch immer ein weites. Sehr viel wird probiert und experimentiert. Und vergessen wir nicht: Das iPad ist gerade einmal 1,5 Jahre alt. In einigen Jahren werden wir die heutigen Magazin-Apps vielleicht belächeln. Denn unabhängig von der Technik: Alles, was in einer so frühen Phase einer disruptiven Technik entsteht, ist ein Experiment.
Langsam gibt es die ersten Erkenntnisse zum Thema iPad-Nutzung. Leider erleichtern sie nicht die Entscheidung, wie Magazin-Apps zu konzipieren wären. So scheint es, dass 50% der Nutzer mit horizontaler Navigation lesen, 50% vertikal – nur eine winzige Minorität aber ändert die einmal ausgewählte Lage. Unsere US-Kollegen layouten deshalb ihre App in beiden Richtungen. Die Redaktion in London dagegen zwingt mit der jüngsten Ausgabe die Leser in die Vertikale.
Alles ist offen. Also fragen wir einfach mal unrepräsentativ nach: Wie lesen Sie Magazin-Apps auf dem iPad?

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Na, nach diesem Ergebnis seid ihr bestimmt schlauer!
Schon einmal etwas von adaptivem Layout gehört? Viel wichtiger finde ich es dass man nicht 500mb pro Ausgabe herunterladen muss die dann nur ein PDF mit ein paar doofen Filem und eine ausgedachten Navigation ist.
Wechselnd, was sonst, der Bilder wegen. (Reinen Text lese ich merkwürdiger Weise immer noch am liebsten im Hochformat. Buchverbogen wahrscheinlich.)
Wechselnd. Es nervt wahnsinnig, wenn Apps nur eine Ausrichtung unterstützen.
Ich bevorzuge die horizontale Ausrichtung zum Lesen. Die vertikale Ausrichtung wäre auch ok. Das Erzwingen des Wechselns wie bei der Wired UK App geht gar nicht. Ständig muss man mit beiden Händen das iPad drehen, damit man alles sieht.
Und was auch aus meiner Sicht extrem aufdringlich bei der Wired- App ist: die Werbung lässt sich nur auf den zweiten Blick vom Inhalt unterscheiden. Das mag für die Anzeigekunden gut sein, mich ärgert es jedesmal.
Hochformat!
Aber bitte nicht einfach nur ein pdf mit ein paar Links. Magazine auf dem iPad haben mich bisher noch nicht überzeugt.
Gar nicht, hab die Wired App gelöscht. Keine Lust im App zu warten bis 500 MB geladen wurden. Auch sonst, Die Zeit App: im Textmodus so lala, im PDF Modus völlig unbrauchbar(Die Webseite ist aber super!) – ct: ist auch nur ein mieser PDF Reader, da kauf ich lieber die Papierversion.
Das einzige Magazin-ähnliche App das wirklich Spaß macht ist Flipboard und das lese ich wie es mir gerade passt. Dreh es auch manchmal nur um den Dreheffekt zu sehen. No Dreh – No Fun.
@mühsam: Um größere Datenmengen kommt niemand herum. Natürlich sind Web-Seiten schneller geladen – wenn man Online-Zugang hat. Der eben oft nicht vorhanden ist, vor allem unterwegs.
Flipboard ist aus meiner Sicht keine Magazin-App sondern ein toller, toller Aggregator. Übrigens auch Zite (mag ich noch mehr in zwischen). Es ist halt ein ganz anderes Konzept.
Um größere Datenmengen kommt man also nicht herum?
Das ist ziemlicher Quark.
Wie wäre es denn, wenn man einfach nur Seitenweise das Magazin runterladen muss? Eine schicke Vorauswahl welchen Artikel oder welche Seite man lesen will und schwuppdiwupp läd man nur diesen Part runter.
Alles eine Frage des Designs der App…
Jesse, ich vermute, Sie sind ein Web- und App-Vielnutzer. So, wie ich auch. Für uns ist das kein Problem. Aber es gibt noch andere Nutzer. Und bei denen ist aktueller Stand der Nutzungserkenntnisse: Sie haben keine Lust, ständig nachzuladen. Denn auch bei dieser Version ist das Problem: Sitze ich im Zug, kann ich das mit dem seitenweisen Laden knicken. Ich müsste mich also vorher entscheiden, was ich lesen will. Diese Art der Lektüre ist das komplette Gegenteil von der Art, wie Menschen heute Zeitschriften lesen. Sie blättern eben. Bei Ihrem Vorschlag wäre das so nicht handhabbar.
Die Verbindung im Zug ist zwar nicht konstant, aber durchaus ok, wenn man nur ein paar Megabyte herunterladen muss.
Bei 300 MB pro Ausgabe muss ich im WLAN verbunden sein, denn mit 1GB Transfervolumen im T-Mobile Tarif überlege ich mir zwei mal, ob ich große Daten über 3G hole und den Rest des Monats mit gedrosselter Geschwindigkeit surfen muss.
Eventuell sollten Sie darüber nachdenken, die Inhalte extra für das iPad aufzubereiten, anstatt nur eine PDF bereit zu stellen. Das Laden der Seiten ginge deutlich schneller und man hätte mehr Möglichkeiten, bestimmte Komponenten interaktiv aufzubereiten.
Ich nutze sehr gerne die ARD App und die funktioniert prima. Auch im Zug.
Was soll eigentlich dieser Hype um das iPad? Inzwischen werden mehr Tabs mit einem anderem Betriebssystem als iOS verkauft. OK, Apple freut es sehr, denn Werbung muss Cupertino nicht einkaufen. Ich denke langsam, das über vielen Webseiten, so auch bei Spon, bald mal “Advertorial” stehen müsste……
@Frank Sarfeld: Das stimmt so nicht. Das iPad hat im Tablet-Markt im zweiten Quartal einen Anteil der Neuverkäufe von über 60%. Ich sehe derzeit auch kein Tablet, das auch nur annähernd an die User Experience des iPad heranreicht. Hier mehr zu den Verkäufen: http://daringfireball.net/2011/07/ipad_dominance
Ich lese Magazin-Apps grundsätzlich nur Horizontal. Warum kann ich nicht sagen, es erscheint mir intuitiver. Was mich an der amerikanischen Wired stört, ist die ewige Spielerei in der App. Man weiß nie wirklich, ob man nun nach unten scrollen muss, nach rechts, ob man Bilder mit dem Finger sliden kann oder nicht, etc. Nach dem Lesen ist man frustriert, weil man das Gefühl hat, nicht alles mitbekommen zu haben, irgendeine Information übersehen zu haben, weil sie sich hinter einer besonderen Animation versteckt. Das gilt aber nicht nur für Wired, sondern für viele Magazin-Apps.
Ein gedrucktes Magazin blättere ich linear von links nach rechts durch. Dass eine iPad-App multimedialer funktionieren kann und auch muss, ist mir dabei klar. Nur sollten Funktionen deutlich sichtbarer gemacht werden, Seitenzahlen, Navigationswege etc. intuitiver funktionieren. “The Daily” ist da, obwohl in Zusammenarbeit mit Apple entstanden aber auch nicht besser.
Und, bezüglich Download-Größe: das nervt mich auch oft. Ist es nicht möglich, dass sequentiell geladen wird? Z.B. die ersten 20 Seiten und dann eben auf Wunsch mehr? Ich lese eh nie die gesamte Ausgabe am Stück.
naja, ne vernünftige Website würd’ mir schon reichen, Herr Knüwer.
Es sei denn, man möchte seine Verbreitung ganz bewusst einschränken.
Der mit den Advertorials war gut, Frank!
@Kibonaut: Eine Web-Seite bei einem einmaligen Projekt? Die hinterher niemand mehr pflegt? Nope – keine gute Idee.
ach nur einmal .. na dann
Wie ich das iPad drehen oder halten muss, ist mir völlig egal. So lange die WIRED iPad-App einfach cool ist und mich animiert, dann mache ich mit. Auch wenn mir danach die Handgelenke weh tun. Ich lege eine Lupe auf mein ipad 2, um die app nutzen zu können. Oder ich blicke mit einem Fernrohr drauf, oder … Ich will Entertainment, etwas verrücktes, gern auch etwas polarisierendes. Kommt da etwas gewöhnliches und irgendwo Langeweile auf, wird die iPad-App kein Erfolg. Gerade die WIRED App muss ein großer Wurf sein. Die App muss komplett durchdacht sein und zwingend auch zur Marke WIRED passen. Wichtig: Bitte keine Beta-Version veröffentlichen. Ich will von Anfang an absolute Perfektion in der App. Bugs hasse ich wie die Pest, denn sie dokumentieren nur ein mieses Qualitätsmanagement. Und wenn die App dann nicht rechtzeitig fertig wird, dann sagt es den usern. Und noch etwas: Überrascht mich, bitte!
@René: Wir werden es versuchen. Aber die Grundlage bilden natürlich die Apps aus den USA und Großbritannien. Kennen Sie die?
@Thomas Knüwer: Ja, die kenne ich. Die kann man als Grundlage durchaus nehmen. Aber eine zündende Idee muss bei der deutschen App noch mit rein.
Sagen wir so: Wir werden versuchen, einige unerwartete, (leicht) emotionale Momente zu erschaffen.
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