Antworten auf ein paar offensichtliche Fragen zu Wired Deutschland

von Thomas Knüwer am 16. Juni 2011

Der gestrige Tag verlief dann doch ein wenig… hektisch. Tweets und Facebook-Nachrichten und Blog-Kommentare und E-Mails rauschten rein. Glücklicherweise haben wir noch keine Telefonnummer kommuniziert.

Einige Fragen wurden immer wieder gestellt. Die möchten wir hier noch einmal kurz aufgreifen:

Ist dies wirklich eine einmalige Testausgabe?

Ja. Es gibt keine Planungen darüber hinaus – lasst uns doch erstmal das eine Heft machen und schauen, ob es den Lesern gefällt.

Ist Wired Deutschland eine Beilage?

Kommt auf die Definition an. Es wird gebündelt mit “GQ”, wahrscheinlich also in eine gemeinsame Hülle verschweißt. Der Heft-Umfang bewegt sich aber auf Augenhöhe mit den anderen Ausgaben in den USA, Großbritannien und Italien.

Warum wird die Wired mit der GQ gebündelt?

Weil wir so eine höhere Grundauflage erreichen werden. Ein einmaliges Magazin einfach so an den Kiosk zu bringen ist eine schwere Aufgabe. Denn wer wollte ernsthaft eine Vorhersage über die Verkäufe machen? Solche eine Prognose aber determiniert den Papiereinkauf, die Druckkapazitäten und natürlich auch die Anzeigenpreise. Mit der Bündelung gibt es eine höhere wirtschaftliche Planbarkeit.

Ist die Wired Deutschland deshalb ein Männerblatt?

Aber sowas von. Nicht.

Wird die deutsche Wired eine Übersetzung der US-Ausgabe?

Wir werden Texte aus den anderen Wired-Ausgaben adaptieren. Die Wired Deutschland wird aber eindeutig erkennbar aus Deutschland kommen.

Wird es eine Homepage geben?

Nicht in dem Sinn. Für ein Testprojekt wäre es irgendwie unsinnig eine eigene Seite aufzumachen. Dafür aber bloggen wir im Vorfeld.

Ist Sascha Lobo Teil des Redaktionsteams?

Nein.

{ 42 Kommentare… lies sie unten oder schreib selbst einen }

ben_ Juni 16, 2011 um 09:26

Also tut mir leid … die GQ zu kaufen, um die Wired zu bekommen, das ist ein bischen so, wie in den Puff gehen, um Champagner zu trinken. Es gibt Leute, die das machen, drüfen sie ja auch, bei mir darf jeder machen, was er will, aber ich mach das halt nicht.

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Argon Juni 16, 2011 um 09:27

GQ? Das geht. Gar nicht.

Aber gut, dass Ihr Herrn Lobo ausgrenzen konntet!

Gibts auch eine Android App?

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Andreas Juni 16, 2011 um 09:29

Wenn nicht Sascha Lobo, wer dann?
Mit anderen Worten: Wer ist denn noch im Redaktionsteam, ausser Dir, Thomas?

Auf jeden Fall: Viel Erfolg! Ich bin gespannt! :)

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ben_ Juni 16, 2011 um 10:31

Ach und … ich mag das schwarz-rot-gelb hier. Ich betrachte das mal als Verbeugung vor der aktuellen De:Bug, die auch gerade republikfarben aufmacht. Gut so! Ruhig ein bisken Respekt zeigen, vor denen die schon seit Jahren in dieser Ökonische leben.

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pell Juni 16, 2011 um 10:44

“Telefonnummer kommuniziert”
“höhere Grundauflage erreichen”
“determiniert den Papiereinkauf, die Druckkapazitäten und natürlich auch die Anzeigenpreise”
“höhere wirtschaftliche Planbarkeit”

Das ist so deutsch.

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Marcel Juni 16, 2011 um 10:52

Wird wahrscheinlich von meiner Stimmung und dem Cover-Mädchen der GQ abhängen, ob ich mir das Bundle kaufen werde. Aber einen Versuch ist es allemal wert.

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tinythom Juni 16, 2011 um 11:00

“erstmal das eine Heft machen und schauen, ob es den Lesern gefällt”

Sprechen wir hier über ne Schülerzeitung?? Wired gibt’s seit ’93 – und Condé Nast weiß immer noch nicht, ob sie ein Produkt hinkriegen, das funktioniert? Bauen die Reißleine nicht nur ein sondern ziehen sie schon vor dem eigentlichen Absprung?

Woran würde man denn erkennen, dass der “Oneshot” ein Treffer war? Und wenn es einer gewesen sein sollte: wie lange braucht man dann, um nachzuladen?

Meinen Stapel US-Wired aus den Jahren 94 bis 96 (gekauft am Internationalen Presseshop am Bahnhof Zoo, Einzelpreis bei ungefähr 16 Mark 50) hab ich neulich zu den andern toten Bäumen in die blaue Tonne gelegt. R.I.P. und Amen. :)

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creezy Juni 16, 2011 um 11:45

Bin wirklich beglückt über die Nachricht. Muss aber ehrlich sagen, als Frau, die seit 1986 im IT-Biz tätig ist stehe ich sehr fassungslos vor der GQ-Nummer.

Geht gar nicht, möge Condé Nast an dieser Stelle doch bitte nochmals in sich gehen und den gleichberechtigten Tatsachen am Markt in die realistischen Augen sehen!

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Yetused Juni 16, 2011 um 14:12

Also ich finde es schrecklich, dass Wired mit diesem Männerblatt kombiniert wird. Hätte da nicht was Generelleres genommen werden? So werde ich Wired ganz bestimmt nicht lesen. Es interessieren sich nicht nur Männer für das Internet, Politik und das Neuste aus der Technikwelt! Ich mag das Wired Magazine so sehr, aber so werde ich nie in den deutschen Genuss kommen. In der deutschen GQ sind mir schlichtweg zu viele Titten auf dem Cover. Da ist ja Men’s Health noch besser!

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DFranzenburg Juni 16, 2011 um 15:29

Die Kombination Wired & Männermagazin ist einfach dämlich. Damit bleiben mehr oder weniger

a) alle Frauen
b) alle Jugendliche
c) alle Nicht-Männermagazine-Käufer

außen vor. Und so wollen Sie den Markt für eine deutsche Ausgabe von Wired testen?

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ElPit Juni 17, 2011 um 10:48

Hm und mit welcher Zeitschrift hätte Condé Nast die Wired bundeln sollen? Vogue, myself, Architectural Digest, oder doch mit der Glamour?

Der Verlag hat nur eine einzige Zeitschrift die wenigstens halbwegs der Zielgruppe einer Wired entspricht (bei der US-Ausgabe der Wired sind 75% Männer, Durchschnittsalter 35, bei der deutschen GQ sind die Leser ebenfalls Durchschnittsalter 35) .

Undso viel verlegerischen Geschäftssinn darf man den leuten von Condé Nast schon zutrauen, dass sie wissen ob es sich lohnt die Zeitschrift solo an den Kiosk zu stellen oder nicht.

Die separate Vorbestelloption wird ohnehin sicher kommen, aber warum soll ich mir nicht zum gleichen Preis den ich für eine einzelne Wired bezahlen würde auch noch ne GQ dazuholen, selbst wenn ich sie nur zum angucken aufs Klo lege?

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meier Juni 17, 2011 um 20:43

seh ich auch so. Wenn die GQ nicht das doppelte kostet, was ich mir nicht vorstellen kann, dann schmeiss ich die GQ halt weg, is doch wurst.

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creezy Juni 18, 2011 um 11:02

Nun, man könnte die Wired ja GQ UND Vogue oder Glamour beilegen können. Wenn einen Tastballon starten, kann man das problemlos gleichgeschlechtlich tun, oder?

Aber bei dem Test ein Technikmagazin am Markt etablieren zu wollen und davon auszugehen, man müsse damit nur die männliche Zielgruppe ansprechen, das ist halt dämlich im Jahr 2011. In einer Zeit, in der Frauen genauso beruflich aktiv sind wie ihre männlichen Kollegen in diesem Berufszweig.

Ich weiß nicht, wieso man sich bei einem Testlauf die Hälfte der Zielgruppe verprellen muss. Da wird schon am Anfang ein Image geschädigt, dass mit der Aktion ja erst etabliert werden will.

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der verleger Juni 16, 2011 um 20:17

also, die wollen nur nichts riskieren, daher wird es als beilage von GQ geliefert. ich sage jetzt voraus, es wird nichts mit Wired in Alemania: es fehlt einfach der typischer leser! und print ist sowieso tot!

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Raventhird Juni 16, 2011 um 23:11

Thomas Knüwer macht ja auf seinem eigenen Blog im Grunde nichts anderes, als den Print-Leuten ihre Fehler zu erklären, wenn es mit “ich mach was (oder eben nichts) mit digitalen Medien” zu tun hat (was jetzt abschätziger klingt, als es gemeint ist, ich mag das Blog eigentlich sehr). Jetzt darf er zumindest mal erfahren, wie das so ist, wenn man auf der anderen Seite steht und diese Situation ist nicht so witzig, das weiß ich aus eigener Erfahrung als Alles-Kritisierer.

Zur Kritik: Also erstens: Wired und GQ geht gar nicht, das ist jedem klar, der beide Magazine schon mal in der Hand hatte, das ist etwa so, als würde man der Bild eine Literaturzeitschrift beilegen. Und zweitens: Warum eigentlich nicht Sascha Lobo? Der einzige deutsche Blogger, der (wie im Rahmen dieser SpOn-Kolumnisten bewiesen) originäre und intelligente Texte schreiben kann, die ich in einer deutschen Wired gerne lesen würde, ist nicht dabei? Stattdessen wird es “Adaptionen” von Texten aus anderen Ausgaben geben?

Ich lasse mich (sehr) gerne eines Besseren belehren, befürchte bis dahin aber Schlimmes. Print ist eh tot und so.

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jam Juni 17, 2011 um 07:24

Ausgerechnet Sascha Lobo nicht mit an Board zu haben, ist schon bezeichnend. Man muss kein Fan seiner Person sein um seine Arbeit zu schätzen. Dieses Können hat man, oder eben nicht.

Als Beilage zur GQ (ich musste erstmal googeln) wird die Zeitschrift leider nie bei mir landen :-(

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Christian Juni 17, 2011 um 07:52

Natürlich ist es sexistisch, die Wired an ein Männermagazin zu koppeln. Aber mal ehrlich: Es macht ja doch Sinn, die Testausgabe mit einem auflagenstarken Magazin zu bundlen, dessen Zielgruppe so gut wie eben möglich mit der Zielgruppe der Wired korrespondiert. Welches andere Condé Nast Magazin würde denn besser funktionieren? Die Glamour? Die Vogue?

Und über Sascha Lobo kann man ja denken was man will. Fakt ist doch, dass seine SpOn-Kolumnen eine der ganz wenigen Schnittstellen zwischen Netzgemeinde und der interessierten Öffentlichkeit darstellen. Will die deutsche Wired diesen Anschluss auch hinbekommen, dann wäre ein Lobo nicht verkehrt.

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Oliver Juni 17, 2011 um 08:01

Ich freue mich auf die deutsche Ausgabe. Nur das der Verkauf an ein zweites Magazin gekoppelt ist, sehe ich nicht so positive.

Die Gründe der Wirtschaftlichkeit sind wohl nachvollziehbar.
Aus Sicht der Marktanalyse finde ich das Vorgehen mutig.

Zu der Meinung komme ich, weil nicht nur Wired-Fans die GQ kaufen müssen, das hält einige Leute bestimmt ab. Auch GQ-Leser müssen die Wired kaufen, das hält noch mal Leute ab. Dadurch setzt sich dann die Anzahl der verkauften Exemplare aus einem Teil GQ-Leser und einem Teil Wired-Leser zusammen.
Da ich nicht weiß, wie man so ein Konstrukt Auflagen mäßig aus einander rechnet, gehe ich aber davon aus, das GQ ihre durchschnittliche Anzahl an verkauften Exemplaren claimen wird.
Dann hoffe ich mal, das der Teil der verkauften Ausgaben, die dem Wired zugerechnet werden, groß genug ist um mit dem Magazin weiter zumachen.

Das Zünglein an der Waage wird wohl die Preisgestaltung sein.
Sollte der Gesamtpreis teurer sein, als die jeweilige Einzel Ausgabe, dann steigt bestimmt die Anzahl der Leute die das Bundel nicht kaufen werden.

Ich persönlich kaufe mir die Wired auf mein iPad-App für 2,99€.
Nach den jetzigen Aussagen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, das es nur eine Ausgabe der Wired-Deutschland geben wird. Also warum sollte ich mehr als 2,99€ ausgeben? Für etwas dessen Zukunft ungewiss ist, und das mit etwas anderem geliefert wird was ich nicht haben will.

Was mich wundert ist die Aussage:
“… wer wollte ernsthaft eine Vorhersage über die Verkäufe machen …”
Ich habe bis jetzt immer geglaubt, das man im Web 2.0 die potentiellen Käufer motivieren kann, bzw. eine ernsthafte Analyse des potentiellen Marktes durchführen kann? Zu mal die Zielgruppe auch meistens im Web 2.0 heimisch ist.

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Achim Juni 17, 2011 um 08:20

Als ob sich da nicht irgendein PR-Fritze auch gedacht hätte “Damit können wir Nerds Lust auf stumpfe Männerthemen machen”..
Wie siehts denn mit Postversand aus? Ohne GQ, mit Vorbestellung, von mir aus sogar +Porto. Würde ich sofort bestellen, sogar eine vertretbare Anzahl von Tagen im Voraus bezahlen. Da gibt’s bestimmt auch Verlage, die so einen Vertrieb professionell machen.
Ich verstehe auch nicht, wie man genau darauf schließen will, wie hoch das Interesse an der Wired D ist. Heftverkäufe September minus Durchschnittsverkäufe bei vergleichbaren Titeltitten?

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creezy Juni 18, 2011 um 11:03

Yep! Beste Lösung!

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Reiner-Maria Rilke Juni 17, 2011 um 12:50

Word, Achim da oben.

Hier gibts einige Kommentare, die nur aus ihrer Sicht denken. Magazine sind Wirtschaftsunternehmen, denn irgendwie müssen auch Vogue-Leute was zu futtern kriegen. Wenig, wahrscheinlich (Diät), aber irgendwas schon.

Ich finde es bemerkenswert, dass hier so offen mit den Themen umgegangen wird. Wenn das so bleibt, dann Hut ab. Oder gabs so was schon mal irgendwo?

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JST Juni 17, 2011 um 18:27

Die Kommentare hier sind großes Kino!

Ich hätte noch eine ernst gemeinte Frage: Wird es die Wired auch einzeln in digitaler Form geben?

Danke und Gruß aus Berlin

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JST Juni 17, 2011 um 18:30

PS: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil – ich lese gerade, dass die Wired als App erscheinen wird! ;-)

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Uwe Juni 18, 2011 um 21:18

Ich bin sehr gespannt auf die deutsche Wired, egal ob als Bundle oder Wundertüte mit rotem Geschenkband. Der Inhalt ist mir wesentlich wichtiger, als irgendwelche weichen Faktoren.

Wollen wir mal hoffen, dass der Test erfolgreich wird. Kann mir aber irgendwie kaum vorstellen, dass man von einem Testballon auf den wirtschaftlichen Erfolg für Jahre schließen kann. Wenn ich mir überlege, wieviele Technologie-Magazine in den letzten 15 Jahren in Deutschland gescheitert sind, frage ich mich ob es am Leser oder den schlechten Redaktionen lag.

Bin mir fast sicher, eine dauerhafte deutsche Wired ist kein Vaporware-Produkt. Es würde mich freuen. Ich drücke Euch die Daumen!

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Steffen Juni 18, 2011 um 22:41

Wahnsinn, geht mir diese Nörgelei in den Kommentaren auf den Geist. Es wurde doch klar wirtschaftlich argumentiert, warum eine Bündelung Sinn macht.

Wie im Knuewerschen Blog erklärt, kostet das Bündel nicht mehr als eine normale GQ Ausgabe. Da die Wired DE wohl nicht für umsonst an den Kiosk geliefert wird, entsteht hier absolut kein Nachteil! Außer vielleicht, dass man etwas schwerer tragen muss …

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diaet Juni 19, 2011 um 00:26

So herzergreifend dämlich ich die Idee ausgerechnet dieses Bundles auch finde – auf eins freue ich mich jetzt schon.

Nämlich auf das Gesicht des/der Verkäufer_in, wenn ich die GQ zurück auf den Thresen lege mit den Worten: “Die Umverpackung nehm’se doch zurück, oder?”

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500beine Juni 19, 2011 um 00:47

Dann also ein Hennenblatt.

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Martin Müller Juni 19, 2011 um 06:23

Dem Projekt alles Gute. Hoffentlich wird es ein Heft Nr. 2 und dann – endlich! – eigenständig ohne das blöde Bundeling mit einem fragwürdigen weiteren Titel geben!

Und ja: Bitte viele originär deutsche Texte! Ich kann englisch und daher das Original auf dem iPad lesen.

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Malte Welding Juni 19, 2011 um 08:56

Wer überwacht eigentlich die Kommentatoren hier beim Zeitschriftenkauf? Wer könnte euch dabei beobachten, dass ihr die GQ kauft? Kann mir nochmal jemand dieses Problem erklären, es ist nämlich keins.

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Daniel Juni 20, 2011 um 13:19

Sehr lobenswert. Durch die Bündelung mit der GQ erfahren manche Twitterer hoffentlich vom Trend zum Zweitpulli.

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Christian Juni 20, 2011 um 15:24

Die Kombination von GQ und Wired halte ich auch für gewagt, ich kann aber auvch verstehen, dass dies eine einmalige Sache für die Testausgabe sein wird.

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Lena Juni 20, 2011 um 16:23

Cool! Für die Männer in der GQ und für die Frauen als App…. ;)

(ich bin gespannt, hoffentlich schafft ihr es, die Erwartungen zu erreichen)

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Knut Juni 21, 2011 um 10:40

Hm, also die Frage von Achim, wie der Test überhaupt auswertbar sein soll finde ich wirklich relevant. Nicht nur so als Kritik, also abgesehen davon, dass die Auswahl sexistisch ist und schon mal eine Menge Interessetinnen verprellen wird (und damit bezüglich der männerdominierten Leserschaft so etwas wie eine selbsterfüllende Prophezeiung ist). Wirklich, wie will man das Interesse an der Print-Wired evaluieren, wenn nicht klar ist, ob der Käufer die GQ oder die Wired haben wollte?

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Kühler Rechner Juni 21, 2011 um 11:40

Laut Eigenaussage (http://www.wired.com/about/press_factsheet/) hat die Wired 72 % männliche und 28 % weibliche Leser. Das wäre mir als Verleger ein ausreichend klares Verhältnis, um mich für eine Männerzeitschrift als Marketing-Vehikel zu entscheiden – zumal sich die weibliche Leserschaft beim Kauf ja nicht für eine Geschlechtsumwandlung, sondern für ein zusätzliches Bündel Papier entscheidet, das frau – so es beliebt – sofort wegschmeißen kann. Wer hier mit Sexismus ankommt, hätte sich lieber statt eines Soziologie-Proseminars eins über freie Marktwirtschaft angetan.

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Daniel Juni 21, 2011 um 14:33

Man schaut einfach wie viel die verkaufte Auflage über dem Jahresmittel liegt, ihr Mathegenies :-)

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Knut Juni 21, 2011 um 22:33

@Daniel: Das ist mit etwas Glück dann ein wenig repräsentativer als Bleigießen. Vielleicht aber auch noch nicht einmal, wenn man den Effekt der selbsterfüllenden Prophezeihung beim Frauenanteil der Leserschaft hinzunimmt.

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murmian Juni 22, 2011 um 19:43

@ kühler rechner
wer sich mit der ökonomie beschäftigt hat, hat aber auch mitbekommen, dass der mensch eben kein ‘homo oeconomicus’ ist, sondern durchaus irrational dazu neigt, andere zu bestrafen, wenn diese sich nicht ‘richtig’ verhalten. der vorteil “ich kriege zwei für eines” zieht eben nicht, wenn eines davon als daneben empfunden wird.
außerdem ist es nicht ökonomisch, sich von vorneherein so zu entscheiden, dass man 28% quasi gar nicht anspricht. die fans darunter schmeißen den männermantel vielleicht weg – der rest fühlt sich schlicht nicht adressiert. schlechte voraussetzung, um eine zielgruppe zu erreichen.
wenn schon nur die entscheidung: männer-, frauen- oder randinteressenmagazin bleibt, dann wäre es vermutlich sinnvoller, die 100% über ansprache in beiden eigenen segmenten zu erreichen – also gq und ein frauenblatt.
aber allzuviel vertrauen in den eigenen erfolg scheint tatsächlich bei dieser art testlauf nicht vorhanden zu sein – also kann ich mir das einmalige erlebnis auch schenken.

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mel_123 Juni 25, 2011 um 07:38

Sorry Jungs vom Marketing – im Bundle mit GQ? So wird das nie was mit der weiblichen Zielgruppe. Da bleibe ich dann doch lieber bei der US-Ausgabe auf dem iPad.

Melanie

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boing Juli 1, 2011 um 14:43

Gute Idee mit dem Bundle, ich vermute es bleiben auch ein paar Käufer für die GQ längerfristig hängen. Und die handvoll weiblicher Wired-Leser können das Heftchen ja dann ihrem Gatten weiter reichen.

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dels Juli 3, 2011 um 22:19

Ich war ganz überrascht, zu lesen, dass es ein deutsches Wired geben soll. Ist meine ich, nicht der erste Versuch. Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen. Der Kauf des aktuellen Wired Hefts ist für mich immer Pflicht, wenn ich in den USA oder England bin. Und in Deutschland werde ich ausnahmsweise und eher der Neugierde wegen auch eine GQ kaufen.

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Marianne September 4, 2011 um 00:14

Protest gibts doch nur von Frauen, die nicht GQ-fähig sind :-)
Ich finds super! Hoffe, es läuft…

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benjamin September 18, 2011 um 12:27

Für mich war die Kopplung mit der QG der Grund, die deutsche Wired nicht zu kaufen, zumal die Wired wohl nach der Erstausgabe für 3,80 Euro einzeln verkauft wird. Die werde ich dann kaufen. Zusammen mit GQ sind es 5 Euro; das sind zwar nur 1,20 Unterschied, aber trotzdem bezahle ich die QG mit. Ein ziemlich misslungener Start, wie ich finde, zumal viele die Wired einfach übersehen werden (wegen des Doppelpacks) oder wegen der GQ nicht kaufen werden.
Was ich auch nicht ganz verstehe ist, warum die Wired nicht z. B. auch der Glamour oder Vogue aus dem selben Verlag beigelegt wurde.
Trotzdem viel Erfolg, ich freue mich auf die zweite (Einzel)ausgabe!

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